1 6 -
lens vor einem andern in dem nämlichenSubject? Die Gebundenheit des Willens anden Willen derselben Person? Spräche et-wa Jemand, der eine Wille sey beständig,der andre aber wankehnütliig, jener wesent-lich , dieser zufällig, also müsse schon, da-mit Ordnung werde, der Biegsame sich deinUnbiegsameu fügen — ja vermäfse man sich,um dies glaublich zu machen, sogar in dieübersinnliche Tiefe der vernünftigen Naturhineinzuschauen : alsdann würde eben einNaturgesetz (die Wahrheit solcher Eröff-nungen einmal angenommen) zu Tage geför-dert seyn, welches wohl in irgend einer spä-ten Zukunft sich erfüllen möchte, — dennbis jetzt weifs die Erfahrung nichts davon,dafs der vorgeblich gebietende Wille besserzu herrschen versiehe in den Menschen, alsder, welchem das Gehorchen bestimmt ist.Naturgesetze nun ergeben Natur-Nothweniligkeiten; aber nicht dahin warder Sinn derer gerichtet , welche in derPflicht eine Gebundenheit des Willens an deneiguen bindenden Willen nachzuweisen un-
ter-