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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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16
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lens vor einem andern in dem nämlichenSubject? Die Gebundenheit des Willens anden Willen derselben Person? Spräche et-wa Jemand, der eine Wille sey beständig,der andre aber wankehnütliig, jener wesent-lich , dieser zufällig, also müsse schon, da-mit Ordnung werde, der Biegsame sich deinUnbiegsameu fügen ja vermäfse man sich,um dies glaublich zu machen, sogar in dieübersinnliche Tiefe der vernünftigen Naturhineinzuschauen : alsdann würde eben einNaturgesetz (die Wahrheit solcher Eröff-nungen einmal angenommen) zu Tage geför-dert seyn, welches wohl in irgend einer spä-ten Zukunft sich erfüllen möchte, dennbis jetzt weifs die Erfahrung nichts davon,dafs der vorgeblich gebietende Wille besserzu herrschen versiehe in den Menschen, alsder, welchem das Gehorchen bestimmt ist.Naturgesetze nun ergeben Natur-Nothweniligkeiten; aber nicht dahin warder Sinn derer gerichtet , welche in derPflicht eine Gebundenheit des Willens an deneiguen bindenden Willen nachzuweisen un-

ter-