den davon gleichfalls die Begierde, welchedas Kunstwerk in ihren Besitz zu bringen,in ihr Eigenlhuin zu verwandeln beabsich-tigt. Es ist nur zu fürchten, dafs inansich dem Eindruck des Schönen zu sehrhingeben, — sich zu sehr anfüllen wird vonden Gemütlisbewegungen, die mit ihm ge-wöhnlich verbunden sind. Dahin gehörtschon die warme Liebe , die Begeisterung,entgegengesetzt dein kalten Kenner — Urtheil $dahin gehört noch mehr das Schweifen derPhantasie aus einer Sphäre des Geschmacksin die andre. Manche Personen gerathenins Dichten, wenn eine schöne Landschaftsich eröffnet ; und ins Schwärmen, wennsie Musik hören ; oder sie halten wenig-stens die Musik für eine Art von Malerey;die Malerey aber für Poesie, die Poesie fürdie höchste Plastik, und die Plastik für eineArt von ästhetischer Philosophie. Solchenwäre wohl zu rathen, sie möchten sich indem Lächeln der Meister jeder einzelnenKunst, so lange baden * bis es ihnen ge-f«i n ge, des eigenthümlichen Schönen aller
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Buch
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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25
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