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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Entstehung
Seite
28
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Um den scharfen Unterschied zwischenGeschmack und Begierde ist es hier zuthun; damit das, wovon alle Autorität überdas Begehren und Wollen, sich herschreibt,nicht selbst scheine damit zusammen zufallen. Es tritt nun sogleich hervor: dafsBegierde das Künftige sucht, derGeschmack aber über das Vorlie-gende bestimmt; dafs eben daher auchnur die Begierde eigentlich kann befrie-digt werden, indefs dem Geschmack viel-mehr Naichachtung, Befolgung seinexWeisungen entspricht. Um diesganz ins Licht zu setzen: werde zuvörderslder Zustand des Begehrens mit dem derBefriedigung Verglichen. Die Befriedigungentsteht in der Erlangung des BegehrtenBesinnt man sich genauer j so ist unleug-bar das Erlangte nichts anders als ein Vo-gestelltes (im allgemeinsten Sinn des Wort);indem jedes Object nur Object ist für disSubject, kein wirkliches Ding aber, dsDing an sich, einen Zugang zum Gemütlielinden, kein Genufs in einer Verschmelzuig