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dürftig noch fähig sey. In klarer Gegen-wart besitzt der Geschmack, was er beur-theilt; er hält und behält das Bild, worüberer Bcyfall oder Misfallen ausspricht; undauch sein Spruch ist ein anhaltender Klang,der nicht verstummt, als bis etwa das Bildhinweggezogen wird.
So leicht sich nun begreifen läfst, wasder Begierde zu ihrer Befriedigung könnegegeben werden, nämlich wiederhohlte Er-zeugung der gleichen Vorstellung, wodurchdie schon vorhandne verstärkt, und von derHemmung durch den Druck entgegengesetz-ter Wahrnehmungen, Empfindungen, Erin-nerungen, befreyt werde, — so seltsam mages scheinen, dafs der Geschmack, der keineGaben annimmt, selbst etwas gebe, unddurch sein Urtheil der schon fertigen Vor-stellung seines Gegenstandes gleichsam auseignem Vermögen etwas zulege. War etwadieser Zusatz schon bereit im Gemüth; —war das Misfallen an einem häfslichen Ge-genstände schon vorräthig, und wird es
jetzt,