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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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53
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geleistet werden, so müssen wir nicht blofsdulden, dafs ein äufserer Gegenstand ent-weiche, sondern unsre eigne Activität mufsabgebrochen, die Gemüthslage mufs im In-nern verändert werden. Mit dieser Anmu-tliung treten wir auf gegen uns selbst, underscheinen als unsre eignen Widersacher, sooft wir, unser eignes Begehren und Trei-ben erblickend, dasselbe misbilligen.- Eswäre kein Wunder, wenn ein Anderer, derwiederum uns in dieser Stellung erblickte,uns misbilligte. Und es wäre nur ein klei-ner Fehlgriff in der Auslegung, der denMoral-Verächtern wohl zu begegnen pflegt, wenn ein solcher, gestützt at\f seineMisbilligung, uns für Thoren erklärte,dafs wir dem eignen Urtheil überall Gehörgegeben hätten, da es ja ganz leicht sry,nur gerade zu dein inwohnenden Trieb* zufolgen. Alsdann wäre abermals an t>is dieReihe, das seltsame Schauspiel 2U öetrach-ten, das uns der Geschmack gegeben hätte,der, sich selbst verkennend, sich selbst weg-werfen eilte.