geleistet werden, so müssen wir nicht blofsdulden, dafs ein äufserer Gegenstand ent-weiche, sondern unsre eigne Activität mufsabgebrochen, die Gemüthslage mufs im In-nern verändert werden. Mit dieser Anmu-tliung treten wir auf gegen uns selbst, underscheinen als unsre eignen Widersacher, sooft wir, unser eignes Begehren und Trei-ben erblickend, dasselbe misbilligen. —- Eswäre kein Wunder, wenn ein Anderer, derwiederum uns in dieser Stellung erblickte,uns misbilligte. Und es wäre nur ein klei-ner Fehlgriff in der Auslegung, — der denMoral-Verächtern wohl zu begegnen pflegt,■— wenn ein solcher, gestützt at\f seineMisbilligung, uns für Thoren erklärte,dafs wir dem eignen Urtheil überall Gehörgegeben hätten, da es ja ganz leicht sry,nur gerade zu dein inwohnenden Trieb* zufolgen. Alsdann wäre abermals an t>is dieReihe, das seltsame Schauspiel 2U öetrach-ten, das uns der Geschmack gegeben hätte,der, sich selbst verkennend, sich selbst weg-werfen mö eilte. —
zuletzt gesucht
- Noch keine Suchworte
Letzte Trefferliste
Die letzte Trefferliste besteht aus Ihrer letzten Suche, samt Filter- und Sucheinstellungen.
AnzeigenSchliessen
Buch
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Seite
53
JPEG-Download
verfügbare Breiten