Tugenden, noch unter den Gütern. Nichtunter den Pflichten: denn der Beyfall istkeine Nöthigung. Nicht unter den Tugen-den : denn das lobenswürdige Begehren istnicht erst ein Princip , aus welchem dasSchöne hervortreten soll; es ist selbst dasSchöne. Nicht unter den Gütern: denn dieBegehrung ist kein Begehrtes, und das Lob,das ihr zu Theil wird, ist kein Begehrender Begehrung. Mit einem Wort: das Sitt-lich-Schöne ist etwas so einfaches, so ur-sprüngliches und selbstständiges, dafs es de-nen aus dem Gegensatz zwischen Geschmackund Begehrung hervorgehobenen Begriffennothwendig entschlüpfen mufs. Und da stehtes nun , auf seiner eignen Höhe, lächelndherabschauend auf die Moralsysteme. Undmit seinem Lächeln entschuldigen sich dieLacher, welchen es eine Lust ist, den sittmliehen Ernst zu verspotten.
zuletzt gesucht
- Noch keine Suchworte
Letzte Trefferliste
Die letzte Trefferliste besteht aus Ihrer letzten Suche, samt Filter- und Sucheinstellungen.
AnzeigenSchliessen
Buch
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Seite
55
JPEG-Download
verfügbare Breiten