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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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64
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nung von Möglichkeiten einläfst. Wie dieKlugheit nicht Geschmack, so ist der Ge-schmack nicht Klugheit.- Nun fügt frey-lich der Künstler zu dein Geschmack dieKlugheit. Er hütet sich, solche Anhäufungenvon Verhältnissen zu bereiten, dafs aus denUrtheilen über die einzelnen Verhältnisse einesich selbst aufhebende Weisung zusammen-flösse. Werke der Poesie und Musik sindin der Gewalt ihrer Schöpfer; sie sollen ent-weder gar nicht, oder so geschaffen werden,dafs jedes Element jeder von den mannig-faltigen Combinationen , in die es tretenwird, gerecht sey, oder dafs wenigstensder Mislaut sich genug verstecke, um nichtvernommen zu werden. Auch der Menschist in gewissem Sinne Schöpfer seines Ge-schicks; der Einzelne im Kleinen, die Gat-tung im Grofsen, Daraus geht eine sittlicheKlugheitsSehre hervor; deren Grundzüge ei-ner allgemeinen practischen Philosophie nichtwerden fehlen dürfen. Aber, wo nicht vor-gebaut ist: da läfst sich erwarten, dafs einZusammentreffen verschiedener ursprüngli-cher