Menge psychologischer Phänomene, — vonNeigung, Wunsch, Bemühung, Trieb, Sehn-sucht, Laune, Absicht, Vorsatz, Entschlufs,— der allgemeine Begriff des Begehrens undWollens abgezogen, (Das Wollen unter-scheidet sich von dem Begehren nur durchdie hinzukommende Voraussetzung der Er-reichung des Begehrten; welches aber aufdie practische Philosophie keinen Einflufshat, daher wir hier beyde Ausdrücke gleich-bedeutend gebrauchen.) Wenn nun Verhält -nisse von Begehrungen aufgestellt werden, inallgemeinen Begriffen , damit Geschmacks-Urtheile darüber ergehen: so erfordert schondas vollendete Aufiassen, dafs alle Neben-rücksielit auf das Unterscheidende jener psy-chologischen Zustände, wegfalle, und blofsan die Regsamkeit der Vorstellung dessen,was eben durch diese Regsamkeit ein Be-gehrtes ist, gedacht werde. Harmonisoheoder disharmonische Verhältnisse solcherRegsamkeiten, werden uns in der Beurthei—hing vorschweben, — sie werden uns er-füllen, und uns an kein mögliches Mehr oder
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Buch
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Seite
68
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