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fühl, das den Unterschied des Gewichts derverschiedenen Verhältnisse richtig angiebt, dieRücksichten, welche einem jeden zukommen,wohl abmifst, und so wie es überhaupt dasLeben leitet, auch im Gedränge der Ansprü-che, die manchmal sich streiten um dieselbeZeit und dieselbe Kraft, den leidlichsten Aus-weg aufzuspüren, und ihn mit möglichsterSchonung dessen, was zur Seite liegen bleibt,zu verfolgen weifs. Unsre Untersuchung wirdGelegenheit finden , dies Zartgefühl in be-stimmten Fällen und auf bestimmte Weiseaufzurufen; sie wird diese Gelegenheit umso lieber benutzen, je nöthiger es überhauptist, auf den Gebrauch der Gröfsenbegriffein der Philosophie aufmerksam zu machen,der auch da noch Statt findet, wo keineMessung, sondern nur Schätzung möglichist. Wenn aber diese Schätzung weder denBegriffen noch dem Gefühl mit befriedigen-der Genauigkeit gelingt, — wenn, obschonsie gelungen seyn möchte, dennoch der Drucksittlicher Zweifel weder von der Wissenschaftnoch vom Gewissen völlig kann gehoben wer-