lassen; indem sie vielmehr voraussetzt, indem Gange der Naturereignisse werde Alles,was durch hinreichende Ursachen bereitetist, wirklich erfüllt und vollzogen, ohne sichauch nur scheinbar bey Ansprüchen und For-derungen aufzuhalten; was aber nicht erfülltwerde, nicht geschehe, das verralhe ebendadurch einen Mangel in denjenigen Ursa-chen, von welchen es allenfalls bey unvoll-ständiger Kenntnifs hatte erwartet werdenkönnen. — Dem Menschen nun wird zwarLeib und Leben angeboren; den physischenEinllufs aber, der hier vorhanden oder nichtvorhanden seyn mag, rechnet die praclischePhilosophie gar nicht zu den Gegenständenihrer Untersuchung. Vielmehr fragt sie blofsnach der ursprünglichen Bedeutung desjeni-gen Misfallens, welches alsdann vernommenwird, wenn ein Mensch den Leib eines an-dern wie eine gemeine aufser' Sache be-handeln will. Und w r eiler fragt sie nach denGründen und Bestimmungen des ähnlichenMisfadens, das sich erhebt, wenn Jemandemdie Nothwendigkeilen, ja die Bequemlich-keiten
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Buch
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Seite
176
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