Kräfte, nur damit sie hervortreten und sichdarstellen in ihren Wirkungen, — der ei-gen thiimliche Grundgedanke des Cultursyste-mes, — ist darum der besten Verwaltungwesentlich y weil mit der Kraft zugleich eineursprüngliche Lust des Hervortrptens ver-bunden zu seyn pflegt, die Äufserung derKraft also zur Summe der Befriedigungengerechnet werden mufs. Nur nähere Bestim-mungen kann hier das Cultursystem hinzu-tbun, indem es dem Streben zur Kraftäufse-rung, vermöge der Idee der Vollkommenheit,gewisse Rücksichten vorschreibt, die es inder Wahl seiner Richtung zu beobachtenhat. Hinwiederum begränzt das Wohlwollendie Ansprüche der Vollkommenheit in sofern, dafs es Übungen, die weder aus Lustentsprangen, noch in ihren Folgen die frü-here Unlust durch reichliche Befriedigungvergüten, selbst in dem Fall zurückweisenwürde, wenn in der That das Ganze derKräfte dadurch einen Zuwachs zu erhaltenscheinen möchte. —
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Buch
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Seite
236
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