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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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tischer Wahrnehmungen das angenehme Ge-fühl nachbleibt, zugleich in reiner Hinge-bung und reiner Selbstthäligkeit ein vollesLeben, das seinen Zustand nicht ändert, zuleben: in der That das wohlbekannte Ei-genlhum des Urtheilens im vollendeten Vor-stellen. Diese Stimmung wird zunehmen,sie wird inniger werden, je mehr, im Ver-hältnis gegen das Totalgefühl, die einzelnen,scharfen Auffassungen und Beurtlieilungensich verdunkeln; sie wird abnehmen, siewird aufgehoben seyn, sobald volle Klarheitdessen, was den Geschmack beschäftigthatte, in jeden Punct zurückkehrt.

Denn wie wäre es möglich, die Ideen,jede einzeln, selbst zu erkennen, und danndoch die Verhältnisse, für welche sie Mu-ster sind, gering und keiner Sorge werth zuhalten. Hat es Sinn, die Idee der innernFreyheit mit Beyfall zu betrachten, zugleichaber sich selbst dieser blofsen Einsicht we-gen zu loben, während der Wille, wie essich fügt, ihr entspricht oder nicht? Hat es