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Wollen als Eigenschaft des wollenden We-sens gedacht; so fehlt ihr, um den ganzenBeyfall nach den sämmtlichen Ideen zu ge-winnen, ein Merkmal; denn von innererFreyheit kann nicht die Rede seyn, w o dasWollen nicht im Verhältnifs zur Einsichtsteht. Darum w'ird die Tugend nicht beywollenden Wesen überhaupt , sondern nurbey Vernunftwesen gesucht.
Also das Verhältnifs zwischen derganzen Einsicht, (der Erzeugung allerpractisclien Ideen) und dem ganzen entspre-chenden Wollen, — dies Verhältnifs , alsreelle Eigenheit eines Vernunftwesens, istdessen Tugend. Wie kann denn ein Ver-liältnifs, als solches , reell seyn ? da dasVerhältnifs nur zwischen seinen Gliedern ge-dacht wird, die Glieder aber rein getrennt,unabhängig einander gegenüberstehn müssen?
Diese Frage ist nicht klein. Sie wird destowichtiger, wenn man der wandelbaren Stim-mungen des Menschen gedenkt. Kann dieEinsicht ermatten, kann das Wollen sich