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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Entstehung
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278
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Einsicht wird "sich äufsern als Darstellungs-trieb; der Plant* entwirft, und sofern nichtMisverhältnisse entstehn, sie ausführt.Endlich, eins von den Werken der Tugendist, Tugend zu erzeugen. Sie weckt andreGemüther zur Einstimmung mit ihr selbst.Die That, die das Gefallende, damit es ge-falle, erzeugt, folgt selbst der Einsicht, undgefällt.

Aber wie die Tugend handeln werde?Die Antwort darauf wird gewifs nicht ein-fach ausfallen können. Das Viele, was dieTugend einschliefst, und das Viele, was siedraufsen anirifft, jenes und dieses verwickeltsich in einander, so oft sie sich in Thätig-keit setzen will.

Schon sie selbst ist sich nicht durchausgleich. Sie individualisirt sich nach den zu-fälligen, (an sich gleichgültigen) Gegenstän-den der ursprünglichen Strebungen; die nichteinmal für dasselbe Individuum feststehn»sondern nach Zeit und Umständen, bey ver-