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die Veränderlichkeit der Motive im tugend-haften Handeln gar nicht zu verkennen.
Daher ist das Handeln, als Sprache derTugend eine höchst vieldeutige Sprache.Theils können dieselben Motive in demGanzen der tugendhulten Sinnesart und Be-sinnung entweder eingeschlossen liegen, oderauch nicht. Theils vereinigen sich sehr häu-fig mehrere Motive, um eine That zusam-jnengenpmmen zu bestimmen, ja es könnenmehrere Motive dieselbe Bestimmung der-selben That gemeinschaftlich hervorbringen.Wiederum kann ein einziges Motiv eine lan-ge Reihe von Handlungen erfordern, derenkeine einzeln, sondern deren Gesammtheiterst als die Darstellung dieses Motivs wirdanzusehen seyn, Kommt die Mehrheit derMotive zu der Mehrheit der Handlungen:so kann ein Versuchen entspringen, das viel-mals seine Richtung ändert, indem es, wasfür einen Zweck vergeblich gethan scheint,nun für einen andern benutzt 5 und, vondiesem eine Zeitlang fortgetrieben, vielleichteinem dritten die fernere Bestimmung über*