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läfst. Motive, die anfangs einerley Wegzeigten, können im Verlauf der Dinge inSlreit gerathen. Zwar diesem Streit soll dieÜberlegung wehren, welche Handlungsweisedie Gesammlheit der Ideen am meisten rea-lisire. Aber liier ist die Besorgnifs in derNähe, ob die Tugend noch das volle Gleich«gewicht des Gemiiths, welches ihr gehört,werde behauptet haben? Das Handeln ausmehreren Motiven zugleich, ist zwar an sichtadellrey, und oft unvermeidlich; allein esißt für die Reinheit der Gesinnung darummislich, weil, welches Motiv vorherrsche, solange im Handeln unbemerkt bleibt , wiesie alle demselben einerley Richtung geben;daher denn gar leicht diejenigen Strebun-gen, die blofs als Stärke Beyfall verdienen,und nur mitwirken, nicht regieren durften,unvermerkt einen Grad erreichen, der indem Ganzen des tugendhaften Strebens ih-nen nicht zukommt, und der sich erst ver-rath, indem dadurch die Gesammt-Darstel-lung der Ideen sich in Unordnung gebrachtfindet.