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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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alle, zum Tlieil, wo nicht völlig, zuvorrealisirt sey; zweytens, dafs eine gemein-schaftliche Anerkennung der Idee, und einHandeln uin der Idee willen , die Gemüthervereinige. Sey also etwa die Rechtsverbin-dung und das Lohnsystem einigermaafsen inder Wirklichkeit dargestellt, sey auch in derCultur das vorhanden, was leicht sich selbsterhält und ernährt: soll hierin ein Anfangder Beseelung liegen, so müssen die Ideenklar genug gesehen, lebhaft genug gedachtwerden, damit das Wirklicligewordne, wennes schon nicht durch sie entstand, doch alsihr Nachbild Verehrung und Pflege gewinne.In, dem Grade nun, wie es dahin kommt,werden die mehrern Personen, welche in derBefolgung des gleichen Vorbildes sich ge-meindet finden, sich einander enger anschlie-fsen. Jeder, im Dienst der Idee bescliälFtigt,gefällt dem Andern; zugleich sind sie Ge-liiilfen einer des Andern eben durch das,was ihnen gegenseitig gefällt. Wie solltensie nicht, damit die Innigkeit gewinne, auchnoch tiefer.in die Ideen einzudringen, noch