gen schuldlos, möchten sie energisch genugseyn: der Form der Tugend sind sie wichtig,indem sie das Gemütli entweder Zusammen-halten oder zerstreuen. Ohne Sammlung istkeine Tugend. Endlich, auch eine gesammel-te, geordnete Thätigkeit könnte derselben wi-derstehen durch Hinheftung auf Einen Punct,da die Tugend keinen Gegenstand durchauszu wollen gestattet. So zeigt sich im all-gemeinen die practische Bedeutung einerBeschäfFtigungsweise, die zwischen Arbeitund Ekhohiung wechselt. Die Arbeitheftet sich unablässig an den gleichen Begriff,den bestimmten Begriff des Zwecks undder Regel; dabey rückt die Aufmerksamkeitzwar fort, aber gebunden an den Fortgangdurch die Theile des Geschäfts. Von sol-cher Gebundenheit befreyt sich das Gemiitkin der Erhohlang. Es befreyt sich, ent-weder, um sich auszudehnen in dem Ge-dankenkreise, welcher der Tugend geziemt,oder um sich hinzugeben an den unwill-kiiln-lichen Wechsel der Phantasien und derErscheinungen. So scheidet sich die er he-
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Buch
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Seite
356
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