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nicht will gelten lassen, der mag das fol-gende bezweifeln oder widerlegen. Wirbauen hier darauf fort. —
Der Mensch ist Gegenstand der Pflicht,längst vorher, ehe er den Begriff der Pflichtzu fassen vermag. Er bedarf in der frühemPeriode seines Daseyns, dafs man die ein-zelnen zerstreuten Regungen, welche derTugend angehören, in ihm wach erhalte,damit sie sich zusammenfinden können; dafsrnan die schwachem unter ihnen stärker rei-ze, was ihnen zuwider ist, zähme und ein-schläfere; dafs man die keimende TugendVor nachtheiligen Erfahrungen hüte; den Ge-dankenkreis, die Stimmung, die Gelegenhei-ten zum Handeln für sie disponire. DerMensch bedarf der Erziehung. Nicht, alsob er ohne Erziehung nicht gedeihen könn-te; sondern weil es nicht dem Zufall über-lassen bleiben soll, ob er gedeihen werde.
Der Erzogene hat den Begriff, nach wel-chem er gebildet wurde, in sich aufgenom-men; dazu besitzt er die Leichtigkeit, dem-