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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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381
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I

nen, ihm die Zeit-Einteilung anzupassen,ihm gemäfs die Schätzung der Umstände undZufälle richtig zu bestimmen, es zu hütenvor den unrichtigen Ausnahmen, durch wel-che die Laune von der Regel abweichenmöchte, ja vor jedem Unrechten Gedanken,der den scharfen Hinblick auf die Ideenverdunkeln könnte; auszureifsen die ver-kehrte Neigung, welche im Keimen ist; ver-gebliche Wünsche zur Resignation zu bewe-gen, ehe sie der innern Ordnung schaden;herzustellen und zu befestigen, was schwachund schwankend geworden und aus seinemZusammenhänge getreten war; mit einemWorte, die innere Polizey gehörig zu besor-gen : das ist das Werk des unausgesetztenUmgangs mit sich selbst. Meistern soll ernicht, gleich schlechten Erziehern, was füglig bleiben kann; nicht durch peinliche Stren-ge unnütze Mishelligkeiten stiften zwischendenjenigen Entschliefsungen, die in der Selbst-beobachtung gefafst werden, und dem vonder Beobachtung schon Vorgefundenen Wol-len und Streben, oder, (wie man, mit Hin-