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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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392
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Hat nun Jemand sein Verhältnifs zur be-seelten Gesellschaft richtig erkannt (und da-durch soll er gegen jeden künftigen Über-drufs an seinem Geschafft gesichert seyn):so fragt sich alsdann, wie fern ihm die wirk-liche Gesellschaft dies Verhältnifs auszu-lüllen erlaube und helfe? Hier befindensich diejenigen am wenigsten in Verlegen-heit, deren Geschafft am wenigsten von denveränderlichen Stimmungen des gesellschaft-lichen Willens berührt wird. An die ÄrzteZ. B. wendet man sich stets auf gleiche Weiseder Gesundheit wegen 5 so auch an die Bau-künstler, um bequem zu wohnen; u. s. f.Und gedenken wir der Individualität, diesolchen Geschäfften sich zu widmen berufenwar: so erhellet, dafs ihr Darstellungstriebursprünglich zu lebhaft auf Sachen mufs ge-richtet gewesen seyn, um sich für den öf-fentlichen Zustand der Menschen überwie-gend zu interessiren. Solche Personen nun,'die der Gesellschaft mehr durch ihre Arbeitals durch ihren Willen angehören, die vonderselben vor allen Dingen Schutz und Ge-