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Erster Band. A - G.
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gleich ohne Zweck dennoch die Culturder Gemüthskräste zur' geselligenMittheilung befördert. Genie ist dasTalent, welches der .Kunst die Regelgiebt; weil aber bey jeder Kunst, et-was als Zweck qedackt werdenmust, und, um einen Zweck ins Werkzu richten, bestimmte Regeln erfor-derlich sind: so kaun das Genie nurden Stoff zu Producten der schönenKunst hergeben; die Verarbeitungdieses Stoffes aber, und die Formerfordert ein durch die Schulen ge-bildetes Talent, erfordert Geschmack,um einen Gebrauch davon zu machen,der vor der Urtheilskraft bestehenkann, um zu wissen, worüber undwie weit es sich verbreiten soll, umzweckmäßig zn biethen u. s. w. DieGenn thskräfte, deren Vereinigungdas Genie ausmacht, sind EinbiUdungskraft, Verstand und Geist,oder das Talenr, das, bey einer ge-wissen Vorstellung, Unnennbare indem Gemüthszustande auszudrückenund allgemein nuttheilbar zu irrachen.Eine Emtheilung der Künste wird,nach der Analogie des Ausdruckes,dessen die Menschen sich bedienen, umsich, so vollkommen als möglich,einander mitzutheilen, vorgeschlagen,und dicsemnach drcyerley Arten der-selben, die redende, die bildende unddie Kunst des schönen Spieles derEmpfindungen, festgesetzt. Zu denbildenden Künstm werden auch ilust-gartnercy, und*Schauspielkunst ge-rechnet, die Kunst des schönen Spie-les der Empfindungen begreift Musikund Farbenkunst in sich. Der ersteRang unter ihnen wird der Dicht-kunst, und der zweyte den bildendenKünsten in so fern angewiesen, alssie dem Gemüth eine größere Culturverschaffen, und die Verinögen, wel-che in der Urtheilskraft zum Erkennt-nisse zusammen kommen müssen, mehrerweitern, wie die Musik, welchezwar das Gemüth mannichfaltigerund inniglicher, aber vorübergehen-

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der, wie jene bewegt, und mehr Ge-»uff, w>c Cultur, verschaft. D>eDialektik der asibetischen Urtheils-kraft räumt die, aus der Verschie-denheit des Geschmackes, gezogenenFolgerungen gegen die Ansprüche ei-ner Allgemeingültigkcit der Ge-schmacksuttheilc dadurch fort, daßsie diese auf einen Begriff gegründetzeigt (auf den Grund von der sub-fictive» Zweckmäßigkeit der Naturfür die Urtheilskrast) aus welchemzwar in Ansehung des Objectes, nichtserkannt und bewiesen werden kann,der ihnen aber doch Gültigkeit fürJedermann (obgleich nur als einze-lcn, die Anschauung unmittelbar be-gleitenden Urtheilen) in so fern ver-schaft, als der Dcstimmnngsgrundderselben vielleicht im Begriffe vcndemjenigen lieat, was als das üder-siiinlichc Substrat derMenschbeil sichansehen läßt. Ein bestimmtes, ob-jectives Princip des Geschmackes,nach welchem die Urtheile desselbengeleitet, geprüft und bewiesen wer-den konnten, ist schlechterdings un-möglich; denn es wäre alsdenn keinGcschmacksurrbeil. Und nur dassubjective Princip, nämlich die un-bestimmte Idee des Uebersinnlichenin uns, kann als der einzige Schlüs-ftl der Entrathsclung dieses, unsselbst seinen Quellen nach, verbot ge-lten Vermögens zwar angezeigt, aberdurch nichts weiter begreiflich ge-macht werden. Unsre obere Erkennt-nißvermögen stimmen,, indessen, mitdtesein Uebersinnlichen zusammen,und ohne dasselbe würden zwischenihrer Natur, verglichen mit den An-sprüchen des Geschmackes, Wider,spräche erwachsen Das Schöne ge-fällt nur als Symbol des SittlichGuten; und. aus diesem Grunde ge-fällt es mir einem Anspruch auf jedesandern Beystimmung. Bey demWohlgefallen, welches dadurch er-weckt wird, ist das Gemüth sich zu-gleich einer gewinn Veredlung undE Z Ethe-