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Unform nach, Statt -findet, dasGcschmacksnrtheil nicht blos auf dasSchöne, sondern zugleich, als auseinem Ge>ftesgefühl entsprungen, aufLas Erhabene bezogen, und so jeneErttik der ästhcrischen Urtheilskraftin zwey Haupttheile zerfallen muß.Diesem gemäß, enthält das Werk,im ersten Abschnitt, eine Analytik desSchönen und des Erhabenen, nebstder Déduction der ästhetischen Nr-theile; und im zweyten, eine Dialek-tik der ästhetischen Urtheilskraft.Schön ist, was ohne alles Interesse,und, ohne Begriff, allgemein wohl-gefallt, dessen Form, in so fern sieohne Vorstellung eines Zweckes anihm sich wahrnehmen läßt, und dochZweckmäßigkeit hat, und was, als«in Gegenstand eines nothwendigenWohlgefallens, erkannt wird. DasErhabene kommt darin mit demSchönen überein, daß es, wie die-ses» fur sich gefällt, und kein Sin-nes - noch ein logisch bestimmendes,sondern ein Reflexionsurtheil voraus-setzt. Ader es unterscheidet zugleichvon demselben sich darin, daß eSauch an einem formlosen Gegenstände,in so fern Unbegränzlheit an demsel-ben, oder durch dessen Veranlassung,vorgestellt, und doch Totalität der-selben hinzugedacht wird, zu findenljr, da oas Schöne nur die Formdes Gegenstandes, die in der Bc-gränzung besteht, betrift, und daßdas'Wohlgefallen daran, demnach,‘ nicht so, wie bey dem letztem, einbloßes Gefühl des Lebens, wobeydas Gemüth in ruhiger Contempla-tion bleibt, bey sich führt, sondernaus dem Gefühl einer augenblickli-chen Hemmung der Lebenskräfte unddaraus so gleich folgenoen desto star-tet» ^rgi.ßung derselben entspringt.Der wichtigste und innre Unterschiedzwischen beyden besteht, indessen,wohl darin, daß, wenn die Schön-heit eine Zweckmäßigkeit in ihrerForm, wodurch der Gegenstand für
unsre Urtheilskraft gleichsam vorherbestimmt zu seyn scheint, besitzt, das-jenige, was in uns, ohne zu ver-nünfteln, blos in der Auffassung,das Gefühl des Erhabenen erregt,der Form nach fo gar zweckwidrigfür unsre Urtheilskraft, unangemes-sen unstrni Darsiellniigsvermögen,und gleichsam gewaltthätig für dieEinbildiingökrafc erscheinen kann.Und deswegen muß denn auch derGrund zum Erhabenen nicht, wiezu dem Schönen, außer, sondern inuns, und in der Dcnkungsart auf-gesucht werden, die in die Vorstel-lung Erhabenheit hineinbringt; undnur das, was durch seinen Wider-stand gegen das Interesse der Sinneunmittelbar gefällt, kann erhabenseyn. Es theilt sich in das Mathe-matisch- und Dynamisch-Erhabene.Die, mit dem Gefühl desselben ver-bundene Bewegung nämlich kann,durch die Einbildungskraft, enlwe-. der auf das Erkenntniß - oder aufdas Begehrungsvermögcn gezogenwerden. In der Déduction derästhetischen Urtheile wird, zuerst, ge-zeigt, daß die Anmaßungen dersel-ben , sich eigentlich nur in Beziehungauf sctiöne Gegenstände, und zwarin so fern rechtfertigen lassen, alsdas Schöne doch immer im Objecte,und in seiner Gestalt seinen Grundhat,, und daß die allgemeinen Regelnfür dieselben, welche, als gült'^fürJedermann dargestellt werden, aufder Allgemeinheit des Wohlgefallensan schönen Gegenständen beruhen.Diesem gemäß wird der Geschmack,als eine Art voil Sensus communis,oder, als das Vermögen erklärt, dikMittheilbarkeir der Gefühle, weichtmit gegebenen Vorstellungen (ohne. Vermittlung eines Begriffs) verbun-den sind, n priori zu beurtheilen, unddie schöne Kunst (eigentlich schöneWissenschaften kann es nicht geben)in eine Dorstellungsart gesetzt» diefür sich selbst zweckmäßig ist, und zu-gleich