Band 
Erster Band. A - G.
Seite
53
JPEG-Download
 

A í l

53

A l l

Poetry, B. r. ©.214) einen, schonums I. iZi2 lebenden, englischen.Dichter, Adam Daoy, an, welcherein Gedicht in dieser Manier, unterdem Titel, Visions, geschrieben hat;allein dieses seheint wenig Eindruckauf seine Landesleute gemacht zu ha-ben; wenigstens ist tê nie aedrucktworden. Auch ist noch ein müderes,frühes allegorisches Gedicht, DbsVision of Pierce Plowman vorhail-.den, das freylich (wofern nicht, wiees bey Handschriften öfterer der Fallgewesen ist, Veränderungen mit ei-ner Stelle, die Warton in der ersternSchrift, B. 2.6. 214. angeführt hat,vorgenommen worden sind) erst indem I. 1350° 1370 abgefaßt seynsann, welches aber denn doch, zuFolge der, von Warton selbst, anden angeführten Orten gegebenenCharactestik seiner Versification, keineSpuren von Bekanntschaft mit derdamaligen, französischen Poesie zeigt.Bekanntermaßen ist es eine bittereSatire, vorzüglich auf die Geistlich-keit (s. den Art. Satire) Die darinauftretenden Wesen sind Geiz , Be.stecherey, Simonie, Theologie, Ge-wissen, Neid, Faulheit, Thugut,Thubesscr (Dowell, Dobet) u. d. in.welcheP.Plowman, in einem Traum-gesichte, handelnd steht. Es bestehtaus zwanzig verschiedenen, nicht miteinander verbundenen Theilen (Pas-sus nennt sie der Verf.) als so oft P.Plowman einschläft. Als Verfasserwird gewöhnlich Rob. Longelaudr,oder Langelando genannt; aberWood ( Hiß:, et Antiq. Univ. Oxf.S. icö. b. 2.) nennt ihn auch Mal-verne; und gedruckt ist das Werk,Lond. l z zO, 4. dreymahl in einemJahre erschienen. Auch ist noch eineAusgabe von, ,I. 1561. 4. vorhan-den ; und in Wartons Hist of Engl.Poet. Bd. 1, S. 267 finden sich weik-lauftige Auszüge. Von ähnlicherArt ist ferner noch ein, in eben die-sem Zeitpunkte, unter dem Titel/

Death and life, geschriebenes Ge-dicht, worin Leben und Tod, als einpaar Damen, handelnd eingeführtwerden. — Vorzüglich in Auschngebracht, wurde, indessen, die alle-gorisehe Diehterey erst durch Chan-ccr; und dieser bildete sich, UNd diePoesie seiner Zeit, und seines Vol-kes, nach französischen und italieni-schen Mustern. Unter diesen ist dervorher angeführte Roman delaRosebefindlich, wovon Chaucer den er-siern Theil gänzlich, und die Fort-fttzung gleichsam in einem Auszugeübersetzte, oder vielmehr nachahmte.Wenigstens hat er einige Allegorienwirklich verschönert. Ganze Stellendieser Art, welche dem Gedicht mehrKraft und Vollendung geben, sindhinzu gesetzt, und verschiedene alle-gorische Wesen vollkommener ausge-mahlt. Die Dichtung, z. D. daßKrankheit, S'chwcrmuth u. d. m. indem Pallaste des hohen Alters, ihrGericht halten , und Tag und Nachtbeschäftigt sind, diesem zuzurufen,daß der Tod, gewafnet, vor demThore steht, gehört dem Chaucer.Doch das Genie des englischen Dich-ters, in Rücksicht hierauf, zeigt sichin den mehresten seiner übrigen Ge-dichte. Sein Houle, oder, wie esin den ersten Atisgaben heißt, klecksof Farne, das Pope nicht eben glück-lich, meines Dcdünkens. verschönerthat, (S. s. Works, Bd. 2. S. 4 ! •Lond. 1757.8.) ist, ob esgleichauchNachahmungen aus dem Ovid ent-halt, durchaus allegorisch; und seinDreme, eines der frühesten s Ge-dichte , so wie tbe ilnure and theleafe ist von eben dieser Art. Chan-cer st. 1400. und gedruckt sind die an-geführten Gedichte, in s. Werken,1526. f. 1532. 1561. 1597- 1587-— John Eowrr (f 1402. Freundund Zeitgenosse des vorigen, schriebums I. 1397 e ' :t ähnliches Gedient,in acht Gefangen, Conseiïïo Awan-tis, ar the Lovers coufeiiion, ge-D 3 druckt