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Erster Band. A - G.
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finet Theorie der Dichtungsarken,Derl. 178z. 8- ZtesHauptst. S. 277tt. f.)- Warum -Hekuba, in-

dem sie auftritt, nicht anders, alsklagend auftreten könne, lehrt denaufmerksamen Leser der Inhalt undZusammenhang des Stückes. WennIphigema bey den Tauriern nichteher aufträte, als Orest und Pyka-des: so würden diese mit keinem sogroßen Interesse für den Zuschauer,als es jetzt geschieht, auftreten kön-neu.-

Angemessen.

Von der Angemessenheit, in Rück-sicht aufSt/l, handelt 3 . <£. Ade-lung (Im 5ten Kap. des iten Thls.s. Werkes vorn Style, Bd. i. S-162.Ausg. v. 1789.)

Ankündigung.

H. Suljer versieht unter dem Worte,Ankündigung, eigentlich die Expo-sition; allein das deutsche Wort be-greift nicht eigentlich alles in sich,was das französische sagt, denn die-ses heißt sowohl die Anzeige dessen,was da vorgehen soll, als dessen,was vorher gegangen, und znrVer-ständlichkeit des Folgenden zu wis-sen, und das Werk zu einem Ganzenzu machen, erforderlich ist. Indererstem Bedeutung wird es von denFranzosen vorzüglich von epischenGedichten, in der letzter« von dra-matischen gebraucht. Cailhava z. B-<FArt du Theatre I. i zZ) sagt, daßLieExpofition uns kehren müsse, quelest le lieu, où Faction se passe,bous mettre au fait des evenemensqui Font précédé, et nous préparer(das heißt hier, die Begebenheiteneinleiten, nicht sie blos anzeigen,ankündigen) à ceux qui doivent ser-vir à ses développemens. Unddaßpréparer in der Sprache der franzö.fischen Theatertheorie nichts anders

heiße,' beweist das achte Kap. deszweyte« Buches voll Hedelins Frati-que du Theatre (I. 115. Ed. d'Am-fterd. 1715.) Diejenige Schwierig,keit also, welche H. S. bey der An-kündigung findet, „daß, da keineder handelnden Personen vorher se^hen kann, was für eine Wendung,vielweniger was für einen Ausgangdie Sachen nehmen werden, sie auchdie Handlungen nicht bestimmt an,kündigen könne," isi keineswegesdieHauprfchwierigkeit; und die Stellebeweist nur, baß Hr. S. entwederverleitet durch die eigentliche Bedeu-tung des deutschen Wortes, nicht im-mer dem ihm, von ihm selbst unter-gelegten Begriffe treu geblieben ist;oder daß er vielleicht das, waS Lef»sing von einem Theile deS Prologender Alten, und besonders des Euri-pides sagt, (Dramat. N. 48) fürdas ganze Geschäft des Prologen(denn auf der griechischen tragischenBühne enthielt der Prologus daswaö jetzt die Exposition enthält) an-gesehen hat. Aber nur der Prolog,in so fern eine Gottheit ihn machte,konnte den Ausgang ankünolgen;und nicht die bloße Ankündigung der-selben allein war derJnhalt des Pro-logen. So zweckmäßig für dasTrauerspiel also die Prologen desEuripides immer styn mögen, undso wenig ich die ihnen entgegen ste-henden Ueberraschungen der Franzo-sen in Schutz nehmen mag: so istdoch so viel gewiß, daß Prolog, oderExposition, mehr sind, als wasHr. S. sie seyn läßt. Und wenn,bey der.Beschaffenheit unsers Thea-ters, und bey der Art unserer Cul-tur, jene, den Prologen des Euri-pides zukommende Eigenthümlichkeit,den Ausgang vorher zu sagen, wohlwegfallen mußte; und wenn, wasLessing von den Vorzügen dieser Vor-hcrsagung lehrt, wohl nicht so zuverstehen ist, als ob nur die Exposi-tion allein sie enthalten könne: — so

würde