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Doch H. S. scheint Ijícriííer schonmit mcS>tcni seine Partie gefaßt,und der lateinischen Sprache denVorzug gegeben zu haben; es seymir also erlaubt die, gewöhnlich,hiefür gebrauchten Gründe ei» wenignäher zu prüfen. Die vorgeblicheAllgemeinheit dieser Sprache hat sehrenge Gränzen. Derer, welche in je-dem eiuzclcn Lande sie nicht verstehen,sind immer noch mehrere, als derer,welchen sie, in Europa überhaupt,bekannt ist; und meines Bcdünkcnsist es doch besser, daß der einzeleFremde frage, was irgend eine Sachebedeute, als sehr viele Einheimische.Oder wollen wir überhaupt nur, dererster» wegesi, Denkmähler setzen? —Nun, so müssen wir auch nicht ver-langen, daß sie, auf irgend eineArtauf das Volk, für welches, und un-ter welchem sie gesetzt worden sind,wirken; müssen nicht über die Gleich-gültigkeit desselben gegen sie klagen.Schon durch Rücksicht auf andreKunstgesctzc werden sie ihm oft fremdegenug gemacht. Der deutsche Mannin römischer Kleidung kann, un-möglich, in dem Deutschen so vielTheilnchmung erwecken, als der Rö-mer, in röniischer Tracht, indemRömer erweckte; und mau muß überdas Band, welches, durch äußereGleichheit, und durch Gleichheit derSprache, unter den Menschen her-vorgebracht wird, wenig nachgedachthaben, um jene Gleichgültigkeit nichtsehr natürlich zu finden. So langewir noch immer die einzeln Gliedereines Volkes so ganz zweckwidrig,von einander trennen, ist es thöricht,gemeinschaftlichen Geist von ihnen zufordern. — Nicht besser werden dieAufschriften in todten Sprachen da-durch vertheidigt, daß die lebendenSprachen sich ändern, daß sie ver-altern, ». d. m. Eine deutsche Auf-schrift aus dem >2tcn Jahrhundertwürde immer, jetzt noch, mehrcrnDeutschen verständlich setz», als es
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die gemeinste Lateinische ist; und, wo»fern sie sonst die, ihr zukommendenEigenschaften besäße, durch verän-derte Mundart, nichts von ihrerGüte verloren habe». Auch hätten,diesem Einfall zu Folge, ja Griechenund Römer dergleichen nie in ihrerSprache machen dürfen. Aber nichtgenug, dass die neuere lateinischeAufschrift nicht durch diese Gründegerechtfertigt werden kann, stehenihr würklich auch noch wichtige Grün-de entgegen. Abgerechnet daß, wiegedacht, der ganze Zweck derselbengrößtentheils verloren geht, drücktsie selten das, was sie eigentlich aus-drücken, oder darstellen soll und will,wirklich und bestimmt aus; sie wirdoft nur für gut gehalten, weil sie,entweder, sich nicht anders machenließ, oder weil sie nicht, scharf undgenau, geprüft wird. Ihr fremdesAnsehen deoeckt ihre Mangel. DieSchuld dieser Mangel liegt, zumTheil, in den Gegenständen selbst,zum Theil, in der, immer nicht g >nzvollkommen möglichen Kenntniß einertodten Sprache. Für Dinge undBegriffe, welche die Römer nichthatten, konnten sie auch keine Wör-ter haben; und Wörter, mit welchensie einzele, vermeintlich wirkliche, We-sen bezeichneten, sind, z.B. in neuernZeiten, sehr oft, und so gar in denbesten Aufschriften, zur Bezeichnungvon bloßen Attgemeinbcgriffen ge-braucht worden. Besonders hat die-ses Geschick den Apoll und die Musengetroffen. Ucberhaupt würde dieNachwelt, wenn sie Aufklärung überunsre Sitten, Gebräuche, Einrich-tungen , u. d. m. in unsern lateini-schen Aufschriften allein eben so su-,chen sollte, wie wir dergleichen Auf-klärung in den Aufschriften der Vor-weit suchen und finden, ;*mt Theileben so falsche Begriffe erhalten, alswir, wenn wir den Glauben der er-sten Christen, nach dem, von Fabrctti(lnlcript. sut. R. 1699. f. @. 168)
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