Band 
Erster Band. A - G.
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AuS

A u s

bildnng, und unter welchen Umstän-den ihr der Vorzug gehört, u. d. in.mangelhaft zu seyn. Beydes ist sehroft nicht Eines. In einem Gemahl--e, z. B kann zu der bloßen Aus.bildnng drö Gedankens, zur völli-gen Beschäftigung und Befriedigungder Phantasie, ui Rücksicht auf diedargestellte Cache selbst und allein,eine Figur, oder ein sonst darin an-gebrachter Gegenstand, nichts bey-tragen , und doch zur Befriedigungdes Auges überhaupt schlechterdings,mithin zur Ausbildung des Geniähl-des, als bloßen Gemähldes, unddadurch auch zur Befriedigung desGeistes, erfordert werden; das Ge-mählde kann für das Auge gleichsameine Lücke haben, und ohne daß da-durch der Haltung, oder irgend ei-ner andern Erforderniß desselben et-was abgienge; em Redner, einDich-tcr kann seine Vorstellungen völligausgebildet vortragen, und doch dasOhr beleidigen; so wie er auch wie-der durch eine blühende, glücklicheDersifikarion, durch gut gebildeteund verkettete Perioden die Mangelin der richtigen, völligen Ausbildungder Gedanken verbergen kann. —Dieses führt auf eine andre Lücke indiesem Artikel; auf die Frage, ob,und wann die Ausbildung einzelecTheile dem Ganzen- und wann dieAusbildung des Ganzen den einzelnTheilen, so. wie, ob und wann dieeigentliche Wahrheit, bey der Aus-bildung, nicht zuweilen der Kunstgleichsam aufgeopfert werden muß?— und dieses auf eine dritte; auf bicFrage nämlich, ob nicht die Mittel,die Eigenheiten, das Wesen der ver-schiedenen Künste, und der verschie-denen Zweige einer Kunst, gleichsamverschiedene Arten von Ausbildun-gen nothwendig machen? gleichsamder Ausbildung ein verschiedenes Zielsetzen? Daß Laocoon, z. B. nichtschreyend dargestellt ist, wird wohldadurch nicht ganz begreiflich, daß

sein Leiden, 'ohne diesen Umstand,schon hinlänglich ausgedruckt war;und diejenige Art der Ausbildung, 'welche dem höher» lyrischen Gedichtezukommt, ist dem dramatischen nichteigen, so wie oft wieder in diesem :durch ein einziges Wort, der Ge-danke des Redenden hinlänglich aus-gebildet wird, ohne daß der epischeDichter, auch wenn er die Person re-dend einführte, sich so kurz fassendürfte, oder könnte. — Doch diesesalles sollen nichts als Fragen seyn;zu ihrer Untersuchung und Auflösunzist hier der Ort nicht. Auch wüßteich wenig befriedigende, eigentlicheNachweisungen darüber zu geben,weil die Äesthetiker und Theoretikersich bis jetzt noch nicht in ein De-tail, und auf Vergleichungen der Arteingelassen haben. Sehr allgemeinwird von Ausführung und Ausbil-dung in A. so. Schotts Theorie dersch. Wissensch. Th. S. 371 u. f.gehandelt. — Von der Ausbildungdes Lustspieles, welche er 1’embon-point de la piece nennt, handeltLailhava in dem 4>ten Kap. des2len Bd. s. Art de la Comedie (ä.

S- 475-) — und wie das Genie sie jdem Drama überhaupt, so wie jeder 1Dichtart, giebt, zeigt G. E. Lejfmz jin seiner Dramaturgie, bey Gele- >genheil der Rodogune des Corneille !(l. 245 u. f.) !

A U s d r u ck.

In Arteaga Gesch. der ItalienischenOper werden, Bd. 2. S. 495. Saggi jfilofoflci füll’’ origine e i ibnti dellaefpreslione nelle belle Arti e nellebelle Lettere angekündigt, von wel-chen ich aber nicht weiß, ob sie er-schienen sind. —

Ausdruck in der Sprache.

Von dem Ausdruck überhaupt han-deln: G. Fried. N?sver (Unter der 1

Auf- i