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müsse; oder, wenn er S. Z4? sägt,daß der gedachte Antonio Cpicuro,nur rrm den Spaniern zu gefallen,sein Stück in dieser Manier geschrie-ben, und es auf diese Art betitelthabe. ^ Wenn Warburtons bereitsangeführte Meinung, daß die Tra-gikomödie nämlich aus dem Gemischvon Religiosität und Possenreisiercyin den Mysterien und Moralitätenallmählig entwickelt worden, oderder Geschmack an jenen Mißgebur-ten der Kunst, aus diesen entsprun-gen sey, gegründet ist: so wäre eswirklich zu verwundern, wenn das-jenige Land, welches, aller Wahr-scheinlichkeit nach, zuerst Farcen vonder letzrern Art hervorbrachte, nichtauch, zuerst, Stücke der crstern Arthervor gebracht haben sollte. Soviel ist gewiß, daß, Falls auch diespanische Tragikomödie auf die Co-media delParte Einfluß gehabt hat,wie es» unter ander», durch denCharakter des spanischen Capirans,welcher eine Zeitlang damit verbun-den war, erwiesen wird, doch vomI. 1532 an eine Menge solcher Tra-gikomödien, deren Verzeichniß sichbey dem Quadrio selbst (a. a. £>. S.347 u. f.) findet, von Italienern ge-schrieben worden find, aus welchennun, in dem gedachten Zeitpunkte,im siebzehnten Jahrhundert, derStoff zu den Komödien seil'arte all-gemein genommen wurde. Erst mitAusgange dieses Jahrhundertes der-suchte Piet. Cotta, Vorsteher einerSchauspielergesellschaft, die italieni-sche Bühne von dergleichen Ungereimt-heiten zu reinigen. Was alles vonihm, und seinem Nachfolger, Ric-coboni, aber vergeblich, geschah,kann man bey dem letztern (liilì. dupi. Ital. Bd. 1. S> 76 u. f.) lesen,jn diesem Zustande ungefähr bliebendie Sachen, bis Goldoni erschien,der, wenn er gleich nicht der erstewar, welcher wieder gute, und auchkeinesweges Meisterstücke, schrieb,
und auch den Harlekin und seine Ge-fährten keinesweges durchaus vondem Theater verdrängte, doch dasVerdienst hat, das Vergnügen derItaliener im Schauspielhause ver-mehrt und vervollkommt, und regel-mäßige Lustspiele zuerst, vorzüglich,auf die öffentlichen Bübnen gebrachtzu haben. (S. die Folge) MehrereNachrichten von dieser Art des Lust-spieles liefern: piek. Mar.Lecchini(In s. Frutti delie moderne Come-die, Pad. 1616 und »628- 4 ) —Fc. Sanjovl'no (In s Descriz. diVenezia, Ven. 1606. 4. S. 16gu. f.) — L. Xtccobonf (a. a-O.) —3 kav. Guadrio (a. a. O- S. rv;.u. f.) — Signorelli (In s. Krit.Gesch. des Theaters, Th- >. S. 385aber nur sehr wenige.)— Des Houl-mieres (In s. killt, du T'ti. ital. Par.1769. 12. 7 Bd.) — <£. L. Llögel(J»l s. Geschichte der kom. Litterat.B. IV. S. 140. und Geschichte desGroteskekom. S. 29 u. f. ) Und un-ter den besondern Vertheidigern undLobrednern desselben zeichnen sichBaretti (Beschr. der Sitten in Ita-lien, Bd. 1. S. 157 u. f.) und derGraf <£. Go;;i in dem kaZiona-mento fìncero vor dem iten und4ten Bde. s. Opere, Ven. »77». 8-aus. S. auch noch die, zum An-fang des Art. angezeigten Schriftendes Jos. Ant. Constantini, und Giov.Bianchi. Uebrigens ist diese Art derKomödie nicht blos auf Italien ein-geschränkt geblieben; auch in Deutsch-land, und noch mehr in Frankreich»wie die Folge zeigen wird, hat sieBeyfall gefunden; und diejenigen al»so, welche dem letztern Lande einengereinigten Geschmack zugestehen»sind auch genöthigt einzuräumen, daßdieses Schauspiel, bey einem gut ge-wählten Inhalt, und bey talentvol-len Schauspielern, gebildete Men-schen unterhalten könne. —
Die dritte Gattung der btaraoit*sehen Lustbarkeit dieser Art bey denS 4