Band 
Erster Band. A - G.
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Italienern, ist die eigentliche, odergelehrte (erudira) oder Lbaracrer-Rsmöoie. die, wie bey allen Völ-kern, zusammenhängend niederge-schrieben ist. Die erste Idee dazuist, wahrscheinlicher Weise, aus denauf uns gekommenen Geeichten derAlten von dieser Art geschöpft- We-nigstens sind in Italien, die ersten,nach einem Plan eingerichteten, undregelmäßigen Stücke dieser Gattunglateinisch abgefaßt gewesen. Ohnehier der, schon im Anfange des vier-zehnten, oder gar mit Ausgange desLreyzehnten Jahrhundertes geschrie-benen, lateinischen Tragödien desMuffatus zu gedenken- verfaßte auchPetrarca, als Jüngling, eine, niegedruckte Komödie in dieser Sprache,(S. dessen Epist. fatnìl. Lìb. VII. ep.16.) so wie, um eben diese Zeit,Paul Vergerius (S. die Dissertât.Voss. des Apostolo Zeno» B- » • ©• 59).Und noch in dem folgenden Jahrhun-derte wurden deren in dieser Sprachegeschrieben (S- Signorelli Krit. Ge.schichte des Theaters, Lh. i. S- 948-L. U.). Aber, unstreitig, warendiese mehr zum Lesen, als zum Vor-stellen bestimmt; oder konnten doch,wofern auch einige davon, gleichden, vom Pomponius Lätus, in denVorhvfen der römischen Prälatenaufgeführten Lustspielen des Plau.tus und Terenz, wirklich vorgestelltworden sind, (s. die Dissertât. Voss.D.2. S.2Z2 u. f.) nur wenigen Zu-schauern Genuß und Vergnügen ge-wahren. Und zugleich sind die er-sten öffentlichen, in der Landesspra-che gegebenen Schauspiele dieserArt,hier, wie allenthalben, nicht gleichin der regelmäßigen Form der Ko-mödie, und vielleicht nicht einmahlin der Form des Drama überhaupt,abgefaßt gewesen. Das letztere ist,in Ansehung der, vom AlbertusMussatus ( strol. Éib. X. de Gestisjta!. vêrgl. mit Tiradoschi Hist. let-er. P.ÌV. Lib. III. C. 3. §. 27) er.

wähnten, mit Ausgang des drey»zehnten, oder im Anfange des vier«zehnten Jahrhundertes öffentlich ab-gesungenen Thaten der Könige undFürsten, (in so fern solche nämlichhierher gehören) höchst wahrschein-lich. Meines Bedünkens haben dieseSchauspiele aus Liedern und Erzäh-lungen bestanden, wie es so gar ausdem erhellt, was der, ums J. 1450. 1,480 lebende Joh. Sulpitius (beydem Quadrlo, a- a. O- S- 57 », f.bey dem Signorelli, Th. 1. S. 34Ovon seinem Verdienste um die dra-matischen Vorstellungen überhauptsagt. (S. auch die 2yte Dissert. desMuratori, im 2ten Bde. der Antiq.Ital.) Und das erstere zeigt sich anden, aus den frühesten Zcitpuukrenübrig gebliebenen Stücken. Dem .Crescimbeni (istor. deiia volgar Poe-lia, Eib.lV.c.q.B.l.S- àAusg. ^von 1751) und dem Quadrio zu Folge(8toc. e Rag. d’ogni Poesia, V'ol.III. P. 2. S. 58 u. f.) sind diese nicht ^in Akte (die auch Tempi in ihnenheißen) oder sind in sechse abgetheilt,haben besondre, und oft mannichfal- |tig abgetheilte, Argumente und Prolo- !gen, und zwischen den Acten, Gesänge; >die Personen sind sehr vermischter Art, .Götter, Fürsten, gemeine Menschen,Possenreißer, u. d. m. und sie führen ,den Titel von Erottoia, Farsa, Tra- ,gicoitiedia. Auch sehen beyde, sowieRiccoboni (Reilex.bilìor. etcrit. Isur leg dissekens Tbäarres ds l'Eu- ;rops, Amlì. t74s. 8- S. 9 und 4),diese Stücke für die Erstlinge der ei- !geistlichen Komödie in Italien an.Das älteste, obgleich erst im 1 .15»?zu Venedig gedruckte Stück dieserArt soll die in terze rime abgefaßt?Floriana seyn. Und schon im J. >48^oder wie Signorelli (Krit. Gesch- desTheaters, Th. 1. S. 950) will, schollim I. ,472 erschien zu Trient eine,aus einer ungcdruckten lateinische»Komödie des Siccona di Poleistonede'Ricci, in Prosa übersetzte Carmin,