Band 
Erster Band. A - G.
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285
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Eben dieser Schriftsteller ' giebt(a. «. O- S. 25 ) einige Nachrichtenvon den Pantomimen der Italiener.Eine besondre Gattung derselben,welche aus Puppen besteht, die, hin-ter einem durchsichtigen Vorhänge,irgend eine Handlung, ohne weitereWorte, darstellen, wird E. 258erwähnt. Ihr Urheber soll ein Ve-netianer, Grus. Cavazzi, seyn; aberH. Quadrio erzeigt den Deutschendie Ehre, sie für Verbesseret dieserErfindung auszugeben. — Von ei-gentlichen Ballerten s. Signorelli,

Th-2. S. 228. d. U.-

Die Lomösie vor Spanier laßtnicht, mit voller Gewißheit, sich ge-nau characterisiren, oder vielmehrdie Geschichte derselben sich nicht aus-führlich geben , weil die Spanierselbst zu wenig Materialien dazu ge-liefert haben, und doch das wenige,was jeder aus der Lecture der spani-schen Stücke wissen kann, hinlänglichist, um zu sehen, daß die Quadrio,Bettinelli, Baretti, und selbst Sig-norelli, so wie noch mehr die Fran-zosen, als Voltaire, die Verf. derList. urà clos Théâtres, u. a. M.welche von dem spanischen Theaterhaben Nachrichten geben wollen, ent-weder sehr wenig damit bekannt, oderdoch nicht sehr geneigt gewesen sind,den Spaniern Gerechtigkeit wieder-fahren zu lassen. Quadrio z. B. a.a. O. S. 332 u. f. leitet die spanischeKomödie, und das ganze spanischeDrama überhaupt, unmittelbar vonden Atellancn der Römer, nachdemer diese zu ganz eigentlichen Tragt,komödien gemacht hat, her; und, zudiesem Ende muß die Atellane erst»ach Afrika hinüber spatzicren, undbon da müssen die Mauren ste nachSpanien bringen. Und von derPar.teylichkeit oder Unwissenheit der übri.gen werden sich, in der Folge, Bey-spiele finden. Der einzige Riccoboni(Reflex, histor. et crit. für les diffe-reas Théâtres de l'Europe, Amii.

1744. 8-' S. 44 u f.) zeichnet sich,durch Unpartheilichkeit aus; aber erscheint nicht immer genau unterrich.tet gewesen zu seyn- Es blecht alsonichts übrig, als sich an jenen, we-nigen Nachrichten der Gpauier, ver-glichen mit den Stücken selbst, zuhalten. -— Ob die Spanier so frühwie die andern Völker Eurovens,eine eigentliche, christliche Lomö«sie gehabt haben, ist nicht ausge-macht; indessen ist es billig, daßdiese zuerst in Erwägung gezogenwurde. Sie besitzen zwcyerley Ar-ten davon. Die ersten sind die» seitdem I. 176; durch ein königlichesEdict verbotenen Autos sacramen-tales, welche gewöhnlich mit denMysterien in eine Classe gesetzt wer-den, aber eigentlich zu den Mora-litäten in so fern gehören, als sie,größtenkheils, immer nur aus alle-gorischen Personen bestehen, und nurallenfalls sich zu jenen zählen lassen,weil sie immer Beziehungen auf dieGeheimnisse der Religion, besondersauf das Geheimniß des Sakramen-tes haben. Die Zeit ihrer Entste-hung ist, so viel ich weiß, noch nichtbestimmt. Zwar hat Signorelli (Krit.Geschichte des Theaters, Th. 1. 0 .355vergl.mltderAnm.TH. 2. 6.42.d. U.) aus dem im I 1473 ergan-genen Verbot der Toletanischen Kir-chenversammlung, die Leben der Hei-ligen in treu Kirchen zu losen, einVerbot dieser Art von Vorstellungenherausgebracht, und Nasarre, inder Dissertât, sobre las Comedias deEsp. vor den Komed. des Cervantes,Mad. 1749. 4- scheint, S- >6 sie fürsehr alt anzusehen. Auch kommen,wie die Folge zeigen wird, schon sehrfrühzeitig, moralische Wesen, oderallegorische Personen in den Schau-spielen der Spanier vor Allein soviel ist gewiß, daß der Autos Nichtehe, in den spanischen Schriftstel-lern, als lm 2ten Th. Kap. » i, oderm der Fortsetzung des D. Quixorte

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