Band 
Erster Band. A - G.
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vom Cervantes gedacht wird: undLas daselbst erwähnte , Las Cortasde la Muette, soll, demVinc.'Gar-cia de la Huerta, in dem ?rol. zu s.l'heatr. Hisp. S. XV. zu Folge, sichvon dem Cervantes selbst herschrei-ben. Jene Fortsetzung erschien abererst in'demjJ. l6rz. Jndessm istes sehr natürlich, daß die Keime der«selben schon sehr frühe da waren,dieses mögen nun die stummen Mum-mereyen bey dem Frvhnleichnams-feste (Signor. Th. 2. S. 42) oder dieGesänge und Aufzüge der Pilgrimme(Nafarre, a. a- O. S- 16) gewesenseyn. So gar die Gespräche desJuan de la Enzina (8. Veiazq. S.303) lassen, wie Vorläufer derfel»den, in so fern sich ansehen, als diePassion, die Wallfarrh nach Jeru.salein, u. d. Gegenstände mehr, dar.in abgehande't werden. Auch sindderen, wahrscheinlicher Weise schon,in der gewöhnlichen Form, vor demgedachten Zeitpunkt geschrieben wor-den; der bekannte Lope de Dega(f 103O soll, wie Montalban inder sama postbuma sagt, der Ver-fasser von mehr, als 400 seyn, vonwelchen, unter andern, D. JosephOrtitz de Villen« zwölf, Zaragossa1644. 4. gesammelt hat. Der be-rühmteste Dichter in dieser Gattungaber, ist D- Pedro Lalderon de laBarca (f 168"). Seine Stücke die-ser Art, wurden zuerst, Madr. >677u. f. 4. und darauf, an der Zahl 72,von D- Pedro Pando y'Mier, Mad.1716. 4. e> B. herausgegeben; undin dem, bey der Sammlung s. Ko-mödien, von Juan de Vera Tassts,Mad. 168; - »694. und 1726. 4.9 B. befindlichen Verzeichnisse wer-den ihm 94 zugeschrieben. Nochmehrere scheinen, unter seinem Nah-men einzeln, und zugleich sehr ver-stümmelt, gedruckt worden zu seyn,so wie deren noch, von viel andernDichtern abgefaßt worden sind. Indem, von Line. Garcia Le laHuerta,

feinem Tlieatro Hespanol beygefüg-ten Verzeichnisse, worin er drey Ar.ten derselben, als Sacramentales,Alegoricos, y al Nacimiento denueliro Senor annimmt, werden,S. 302 u. £. die Tire! von 309 der-gleichen Stucken angeführt, undun-ter diesen finden sich doch nur ltzvon jLope. Was den Werth derselben an-betrift: so sind wenigstens die vonCalderon, in Bergleichnng mit denmir bekannten Mysterien und Mora-litären anderer Völker, wahre Mei.sterstücke; und C. F. Flögel, welcher(Gesch. des Groteskckom. S. ?z) vonihnen überhaupt sagt, „daß sieanun-geheurer Vermischung vom Heilige»und Profanen, von Engeln und Teu-feln, fast alles übertreffe», was jeAusschweifendes in der Komödie er-dacht worden ist," scheint die ähnli-chen Produkte anderer Völker nichtsonderlich genau angesehen zuhaben.Man lese, z. B nur die Vie de St.Chriitofle . . . en rime françoiseet par períonnaiges p. Maître (Ant.)Chevalet, Gren. 1530. 8- und ver-gleiche! Oder die Moralität des Ric.de la Chesnaye, La eonclamnatio»des banquets , aus eben diesem Zeit-punkte. Wenn Calderon Bàumèund Pflanzen personificirt hat: so ,findet man hier die Pillen, dasCly-stier, den Aderlaß, die Hülfe, denZeitvertreib handelnd eingeführt.Und Signorelli, der (Krit. Gesch.des Theat. Th. 2. S. 74) so geflis-sentlich Ungereimtheiten aus ihnenmit Cxclamationen über sie, zusam- |men trägt, hätte immer dafür auchNachrichten und Auszüge aus denMysterien seines Volkes, über welcheer mit ein paar Worten hinglitscht,geben sollen, und würde, wenn ersie, aufrichtig, aus den frühern Aus-gaben gegeben hätte, eben dcrglei- ,chen Ungereimtheiten und Anstößig-keiten aus ihnen haben den Lesern vor-legen müssen. Besonders dürfen diespanischen Autos nicht nach den Be-

fchrei-