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denn auch, wie Cervantes erzählt(in Lew krvl. zu s. Komödien), dieherrschenden, vorgestellten Stückeder Spanier, noch in der Mitte dessechzehnten Jabrhundertes gewe-sen. Er sagt von den, in seiner Ju-gend gesehenen Komödien: »Sie wa-ren Gespräche, fast wie Hirtenge-dichte, zwischen zwey oder drey Schä-fern, und einer Schäferinn- Manstutzte sie auf und verlängerte sie mitzwey oder drey Zwischenspielen, dar-in bald eine Mohrinn, bald einKuppler, bald ein Schalksnarr, baldein Biscayer (ein Tölpel) vorkam-"Und, aller Beschreibung nach, sinddie, in verschiedenen Sammlungen,zu Valencia 15137. 8- gedruckten ei-genen Arbeiten des Schauspielers,welcher diese Vorstellungen gab, desLope se-Rueoa, von ebendieftrBe-fchajfenheit. (S. Velazq. Gefth. derfpan. Dichtk. S. gib. Signorelli,Lh. 2. S. 27.) Auch Lope de Vega
in starte nuevc» de hacer come-dias sagt, daß Liebeshändel gemei-ner Leute darin dargestellt werden;und nach dem Fragment zu urthei-len, welches im den B. S.aazu.f.des Werkes: Ueber Sitten, Tempe,rament, Theater», s. w. Spaniens,Leipz. ,781. 8- davon abgedrucktworden ist, hat Nasarre eben so Un-recht, sie mit den Stücken desPlau-tus und Terenz zu vergleichen, alsihren Verfasser den wiederherstellerder spanischen Bühne zn nennen;denn, was wiederhergestellt werdensoll, muß vorher schon einmahl inStand und Ordnung gewesen seyn.Nicht von anderer Beschaffenheit undEinrichtung sind die Tholomea,Serafina und Düquesa de la Rosades Timoneda, oder Alonso oe laVega, weiche um eben diese Zeit(iz66), auch zu Valencia, heraus-kamen, ob sie gleich durch eingewebteBezauberungen etwas mehr Leben er-halten'.haben. Als Kunstwerke setztDelazquez (a. a. O. S-ZiL) sie noch
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unter die vorigen. Indessen habe« 1freylich die Spanier sclsvn früher, ' jnämlich schon im Anfange des sich- > ,Zehnten Jahrhundertes, gedruckte, ! zobgleich nicht (wie man aus den à j ,angeführten Worten des Cervantes I \schließen muß ) gespielte Stücke ge» j ,habt, welche der eigentliche» Komö- 1 (die viel näher kommen. Dieses sind 1die, unter der Aufschrift Propol», ,dia, zu Sevillü, bereits 1520.4. ;
* 533 - 4 > erschienenen Stücke des jBartb. Oe Torces Naharro, eines IGeistlichen. Es sind deren acht, Ee- srafina, Trophea, Soldatesca, Ti- >1nellaria, Jmenea, Jacinta, Cala- t tmita undAqmlana; und meines Be- , ldünkens sagt Nasarre, von ihrem <Vers. (S. 2,) in so fern mit Recht: !
dope ter terudo yor el primera, gne ' \
dio formas alascomedias vulgäres, |als Begebenheiten und Handlungen iin ihnen dargestellt werden, und als ,es ihnen nicht an Plan undDerwicke- 1 1
lung mangelt. Signorelli, vielleicht Iaufgebracht, daß Nasarre den Vers ; Izu einem Lehrer der Italiener machen jwollen, ist (Krit. Gesch-des Theak. ! <
Th. 2. S. 30 u. f.) ungerecht gegen ; tbeyde. Jenen läßt er diese Stücke sfür die besten spanischen ausgeben; sund bey diesem übersteht er das, wor- ,auf er, als Geschichtschreiber der ! \
Bühne, zuerst hätte sehen sollen, das <Verhältniß desselben zur Fortbildung ' 1
der Komödie in Spanien. Wenn , jdie Stücke seiner Vorgänger, »am- . fliefe, bloße Schüferspiete waren, 1wenn sie blos aus Gesprächen be« ! Istanden; so ist es kein geringes Ver- ldienst, zuerst Handlung und Der- lWicklung auf die Bühne gebracht za -haben. Freylich sind diese Komö- <dien nicht nach den classischen Mu- 1stern eingerichtet; aber dafür athmen >sie wehr Leben und Wahrheit, als cmanche, nach diesen Mustern ängß- <lich zugeschnittene Stücke der Ita« ^liener. Auch hätte er immer nicht ^so ganz besonders sich über ihre ver- !
meint-