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g. fchreibungen von ihren Vorstellungen■r. j beurtheilt werden , weil die spani.z, î schen Schauspieler, viel freyer,^ alslr an andern Orten, mit ihren Stückentt, i umgehen, und in jene entweder ir-u | gend einen Grazioso hinein sticken,n, I oder Veränderungen damit vocneh«>n wen. So kann:z. B- in der Vor.H, stellung des Autos, La Devocion dem la Misa, vielleicht , wie Signorelliin (TH.2. S. 77) erzählt, die MesseWirklich gefeyert worden seyn ; indemÍ. Stücke des Calderon selbst (und kein
er anderes, als das genannte kann er
>n gemeint haben) wird diese Feyer
i> außer dem Theater angenommen,
-n llebrigens haben die Autos, wie
b mehrere profane Stücke, ihre eige»
je nen Prologen (Loas), die nach der
e> Person, von welcher sie gehalten
i- werden, z. B. Prolog des Narren,
!t des Bauern, u. s. w. betitelt sind;
i. und mehrere Nachrichten geben, R>c-
t. coboni, (a. a. O. S. 53 u. f.) und
e C. F. Flügel ( Gesch. der kom. Lnke-
) rat. Bd. IV. S. 162 und iZl- und
'< 1 vorzüglich Gesch. des Groteskekom.
S. 7? u. f. wo das, was jener, unda Signorelli, Barctti, und einige Rei.
:< sibeschrcider erzählen, gesammelt
è worden ist). — Die zweyte Gattung
ì | der eigentlichen christlichen Komödie. in Spanien sind die Comedias de
l Santos. Diese werden gewöhnlich
. mit den Autos verwechselt; aber sie
. ; sind davon in so fern ganz verschieden,
- als in ihnen das Leben und die Thaten
> ! der Heiligen, in ordentliche Auszüge. | oder Jornades abgetheilt, darge.
1 stellt werden. Es dürften wenige
l Heilige seyn, welche nicht, auf diese
Art, wären auf die Bühne gebrachtworden; wenigstens sind mir, denAufschriften nach, mehr als ein paarhundert dergleichen Stücke bekannt.
; Das älteste scheint die Maria desums J. 1566 lebenden Juan Timo.neda zu seyn. Daß der Teufel, sow>e die Engel, und moralische We.ftn aller Art, in diesen Stücken Rol-
len haben, versteht sich von selbst;auch treten öfterer, ein Nino Jesus,(ein Jesuskindlein) und ein Gradoib(ein Hannswurst) in ein und demsel-ben Stücke auf. — —
Die eigentlicheRomödieder Spa-nier scheint, wie bey allen Völkern,sich überhaupt aus Schauspielen ent-wickelt zu haben, welche nicht ei-gentliche Komödien und nicht ein»mahl Dramen überhaupt waren.Nasarre, in der vorhergedachten Ab-handlung, S. 19 erzählt, daß, beydem Krönungsfeste Alfonso des 4tenvon Arra^onien, im I. i gsZ aller-hand Gesänge und Gespräche wärenaufgeführ t worden; und dergleichenVorstellungen müssen unstrettig öfte-rer Statt gefunden haben, weil Jo-hann >te, Martin und Ferdinandvon Arragonien den Mitgliedern derGaya Ciencia, oder der eigentlichenDichter-Innung, das Vorrecht er-theilt haben sollen, daß nur ihre,oder nur die, von ihr gut geheiße.nen oder gekrönten Ditados, Trobasund Dialogos öffentlich abgesungenoder vorgestellt werden dürften (Na-sarre, a. a. O. i8). Von demInhalte oder der Beschaffenheit der-selben wissen wir aber nichts; ebenso wenig, als von der Art von Far-cen, welche, dem gedachten Schrift-steller (a. a. O. S. 20) zu Folge, beyden Turnieren dieser Zeit gespieltworden sind. Allein im Anfange desfünfzehnten Jahrhundertes, wurdezu Saragossa ein Schauspiel vonEnrique ve Villen« (f 1434) auf-geführt , in welchem die Gerechtig-keit, die Wahrheit, der Friede unddie BarmherrWeit, handelnd er-schienen ; U?it> in dem Cancionero detodas las Obras de Juan delEnzina,Zar. 1516. fol. finden sich aller-hand dramatische Stücke, sehr ver-mischten Inhaltes, worin die han-delnden Personen größtentheils be-stehen. Und Stücke dieser Art sind
denn