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schreibt, weder Dichter noch Red-ner seyn kann, eben so wenig kannderjenige, welcher nicht zu zeichnen,noch zu coloriren weih, ein eigent-licher Mahler heißen, wenn er auchsonst das größeste mahlerische Ge.nie unter der Sonne wäre. Raphaëlmöchte dieses immer, wie es in Emi-lia Galotti heißt, Falls er auch ohneHände wäre geboren worden, gewe-sen seyn; ein wirkliches Kunstwerk,von welchem hier die Rede ist, würdeer denn doch nicht haben liefern kön-nen. Ein interessanter Gegenstandlaßt, auch in Gedanken, sich wäh-len, und auch in Gedanken sich gutanordnen, aber nur Zeichnung undFarbengebung bringen ihn gleich-sam ans Licht. Ohne sie wird keinGemählde daraus; und jenes ver-mag auch allenfalls Jemand, welchernichts weniger, als Mahler ist. —Uebrigens handeln von der Beur-theilung der Gemählde, und von dem,worauf es dabey ankommt, de Pi-les (In den Conversations für laPeinture, Par. 1677. 12. UN d ikN4tCtt Th. s. W. Amst. 1766.12. Undin der Idée du Peintre parfait pourservir de règle aux jugemens quel’on doit porter fur les Ouvragesdes Peintres, vor s. Abrégé de lavie des Peintres, Par. 1699. 12.und im zten Th. s. W. Deutsch vorder (elenden) Uebers. der gedachtenLebensbcschr. Hamb. >7,0. 12.) —M. Am. Laugier (Manière de bienjuger des Ouvrages de Peinture,Par. 1771. 12. vergl. mit der NeuenBibl. der sch. Wiffcnsch. Bd. 14. S.69 u. f.) — Mehrere hiehcr gehö-rige Werke finden sich bey dem Art.Geschmack.
Gemählde.
Ausführlicher handeln von dem In-halt des vorhergehenden Artikels:I. I. Bovmer (Critische Betrach-tungen über die poetischen Gemählde
der Dichter . . . Zür. 174 t. g.) —S. übrigens den Art. Beschrei-bung.
Poetische Gemählde, in dem en-gern Sinne des Wortes, oder eigent-lich beschreibende, f»r sich beste-hende, ganze Gedichte, scheinenüberhaupt erst eine Erfindung derNeuern zu seyn; wenigstens ist mirkein Gedicht von alten Schriftstel-lern bekannt, welches hieher mitRecht gezogen werden könnte. Undselbst nicht bey allen neuern Völkernist diese Dichtart sehr getrieben wor-den. Die Italiener besitzen derennur wenige, und diese sind erst inganz neuern Zeiten erschienen, alsvon Prosp. Betti ( Per la eelebreVilla dell”. . . Card. AI. Albani,Oktave . . R. 1768. 8-) — Anastq-fio Eavalli ( 11 Vefuvio . . . Mil.1769. 8 ) — (Urazio Lapelli (Ca-serta, Endec. Nap. 1778- 8 -) — —
Bey den Franzosen haben deren,unter mehrern, geschrieben: Frc.Becnis (i) Le palais des heures,ou les quatre parties du jour,Rouen 1760. 12. wovon der Morgenaber schon lange vorher in s. Oeuvr.mêlées abgedruckt war, 2) Lesquatre Saisons, ou les Georgiquesfranç. Par. 176?. 12.) — Et. Des-NSper (Us Tableau de la Nature,Lond. 1760. 8.) — St. Lambert(Les Saisons en IV ch. Par. 1769.8- 177 * • 12. Englisch, bey demGed. Adel. to Eloisa, 1788- 4-Deursch, Leipz. 1771. 8- DiesesGedicht machte zur Zeit der Erschei-nung, außerordentlich viel Aufsehen;und J. M. Bern. Element, welcheres, in s. Observât, eritiques sehrscharf beurtheilt hatte, kam darüberin die Bastille.) — Ungen . (LesElemens, Par. 1770. 80 — - Ungen.(Le tableau de la volupté ou lesquatre parties du jour, P. 1771.8.)— Le Mierre (Les Fastes, ou lesusages de l’année, P. en XVI. ch.P. 1779. 12.) — Roucher (Les
Mois