Band 
Erster Band. A - G.
Seite
650
JPEG-Download
 

6 5o

Gr o

Grotte.

Ausführlicher handelt von Anlegungder Grotten Lekibien im iZten Kap.des Zten Buches s. ?rinc. cle l'^r-chitecture etc. ©.319. Ausg. von1697. — Hirschfelo in der Theorieder Gartenkunst, ,Bd. z. S- 84 u. f.

Grund.

Außer dem angeführten Vinci han-delt, unter mehrern, noch, „Vondem Ordiniern der dunkeln Objectegegen einen helfen Grund, in derNähe und Ferne derselben,“ Lairessein dem 4ten Kap. des 4ten Buchesseines großen Mahlerb. — so wie im8tcnKap. „Von kräftigen Objectengegen schwache Gründe, und so hin-wieder; oder Dunkel gegen Hell, undHell gegen Dunkel."-

Gründen.

Der, von.H. S- angeführte, vonEalot erfundene, oder doch durchihn berühmt gewordene, so genannte,harte Aezgrund, wird, wegen man-cherley Unbequemlichkeiten, von denneuern Künstlern, nicht mehr ge-draucht.

In Ansehung des weichen Grun-des, oder der Austragung desselbenauf die Platte, ist noch zu bemerken,daß diese vorher von allen Unreinig-keiten, besonders Fettigkeiten., ver-mittelst fein durchgesticbter Asche,oder fein geschabter Kreide, oder der-gleichen Blcyweiß, ohne alle Sand-theile, gereinigt werden muß. Hier-auf folgt das Auftragen des Grun-des, auf die oben beschriebene Meise,das heißt über einem gelinden Koh-lenfeuer; (weil ein starkes den Äez-grund leicht verbrennen, oder dieharzigten, und öhlichten Theile des-selben verstiegen machen könnte) unddas Verbreiten desselben über diePlatte geschieht am besten vermittelst

G r ü

einer wilden Cntenfeder ,- als welchevorzüglich eine sanfte, reine, gleicheKante hat, und deren Fahne vor-züglich fest an einander halt. Daßdieses vorgenommen wird, währenddie Platte noch auf den Kohlen liegt,versteht sich von selbst; aber noch istVorsichtigkeit in den, dabey nöthi-gen Bewegungen erforderlich, umnicht Staub zu. erregen. Die, aneinem Schraubestock bevestigte Plattewird nun, indem der Grund nochstießt, über sehnssrark stammendesund dampfendes Wachslicht gehal-ten, bis der Dampf den Grund voll-kommen geschwärzt hat; und das vonH. S- gedachte, zweyte Erwärmenfallt gänzlich weg. A/^h ànn nichtdie Flamme, sondery.,nur der Docht,wenn er den Grund berührt, diesemschädlich werden. Bey dem Abküh-len ist die Platte wieder so zu stellen,.daß sie vor dem Staube sicher ist. —

, Nicht von allen Künstlern, indes-sen, wird der. Grund geschwärzt.Verschiedene überstreichen ihn blosmit fein geriebenem, mit etwas Gum-mi versetztem,. Bleyweiß; und diesesgeschieht dann Nicht ehe, als bis diePlatte erkaltet ist. Gewohnheit alleinkann den Vorzug zwischen beydenAr-ten entscheiden.' Das ' Verfahrenbey dem Aufzeichnen ist aber bey bey-den gleich.

Eine, von neuern Künstlern erftm-denes rwe^resGründen, welches manUebergrhnSen nennen konnte,.ver-dient mehr Aufmerksamkeit. Es ver-hält sich danzit/auf folgende Art.Nachdem aufdie Platte die kräftig-sten Parthien, oder- die Hauptschal-ten, durch das, erstere Aezen, cinge-graben wor,den, sind,, reinigt man sol-che, zuerst, aufdie, bey dem Art.Aerkunst ( S. 40) beschriebene Art,und reibt sie hierauf noch einmahlmit altbackener, aber nicht hartge-wordener Semmel ab, umdasOch-lichte, das bey dem Abschmelzen inden Einrissen sitzen geblieben ist,