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Zweyter Band. H - R.
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zur Vollkommenheit gebracht worden,nebst einem Verzeichnisse der berühm-testen ältern Harmoniste»; und Aller.Hand zur Geschichte der Harmonieund Figuralmusik, in F. W. Mar-purgs Histor. krit. Beyträgen, Bd. 2.S.S73 u. f. Bd. 5. S. 356. — -—Daß die Alten die Harmonie in demSinne, welchen die Neuern mit die-sem Worte verbinden, nicht kannten,oder keine vielstimmigeMusik hatten,scheint entschieden zu seyn ( S. denArt. Lonceapunkt S. 333 u. f. )Wenn sie das Wort brauchen: so be-deutet es im Ganzen nichts als einemelodische Folge von Tönen, Melo-die, Tonart, Intervall, Consonanz,Octave, u. d. Aber, auch noch ehedas System der Harmonie ins Reinegebracht, oder der Contrapunct er-funden war, kann der Natur derSache nach, die Melodie, oder,welches einerley ist, die verschiede-nen Tonarten, nichts anders, alsAusflüsse der Harmonie, oder einesolche Zusammenstellung von Tönengewesen seyn, die unter sich eine Folgevon Consonanzen ausmachen. (S.JVlemoire für Ja Mufique des An-ciens . . . p. Mr. Rouffier, Par.1770.4-) Denn was ist die Melo-die eigentlich anders, als Zergliede-rung, Auflösung, Verzierung derGrundaccorde? Die Sache selbst waralso da, aber es gebrach ihr an ei-nem Nahmen, oder vielmehr an derAusbildung. Sie bestand in einembloßen dunkeln Gefühl, und diesemgemäß können die melodischen Sätzeauch nur einen sehr eingeschränktenGrad von Wahrheit und Richtigkeitgehabt haben. Auch ist, in diesemSinne, die Harmonie ehe gewesen,als die Melodie, oder entspringt nichtaus der Melodie, sondern diese ent-springt aus jener. Der erste Keimeines eigentlichen Begriffes von Har-monie zeigt sich indessen erst imsiebenten Jahrhundert. Wenigstenshat Marpurg, in s. Einleitung in

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die Geschichte der Musik, S. 226.aus den Worten des Beda über dieKirchenmusik seiner Zeit, cantu, dis-cantu atque organis, zu erweisengesucht, daß, um diese Zeit, umsI. 680, die Harmonie, obgleich nichtin demjenigen Umfange, welchen sienachher allmählich erhalten hat, inEngland bekannt gewesen ist. Alleinauä) dieser Zeitpunkt ist vielleicht nochzu früh; und die dem Beda gewöhn-lich zugeeignete Schrift, das Werkeines spätern Schriftstellers. Waswir mit Gewißheit wissen, ist, daßsie im rqtcn Jahrhunderte erfundenwar, und im i zten Jahrh, in denNiederlanden vonJac. Obrecht, Joh.Ockenheim und Jos. Desprcz zurVollkommenheit gebracht wurde. —S. übrigens die Art. Accord, Ge-neralbaß, Satz oder Setzkunst,«. a. d. m.

Harmonie.

Von der Harmonie in der Mahle-rey handeln, unter mchrern, de Pi-les (im aoten Kap. des 2ten Theilsder Siemens de Peint. @.411. Amst.Ausgabe von 1767. und in der 2tenConvers. fur la Peint. S. 151. indemRecueil de div. ouvr. Am st. Ausg.von 1767.) —• waceler (in den, fer-ner Art de peindre, Poeme, vorge-setzten reflex. ©. 117. Amst. 1761.I2J — Mengs (in den lezioni dipittura §. 5. Öp. B- 2. S- 262.) —-Joh. Leonh. -Hofmann (Versuch ei-ner Gesch. der mahlerischen Harmo-nie überh. und der Farbenharmonieinsbesondre . . . Halle 1786. 8.) —

Harmonik.

Dem, von H. S. beklagten Man-gel an einem Werke über die Theorieder Harmonie in der deutschen Spra-che ist durch das, zur Zeit der erstenAusgabe des Sulzcrschen Wörter-buches, noch nicht erschienene, beyA 4 dem