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der mittlern Zeiten in den Landesspra-chen besingt, ist beynahe die einzigeOrigmaldichtung der Neuern, undihre Eigenheiten so wohl als ihrArsprung verdienen daher besondersin Erwägung gezogen zn werden.Von dem Heldengedicht der Alten istsie auf mancherley Art verschieden.Genaue Einheit im Plan und Zweck,oder in der Handlung und im Hel-den, kann sie, in so fern nicht Wohlhaben, als die Helden derselben,die Ritter, allenthalben ihres Glei-chen fanden, allenthalben Zimmerauch mit andern Rittern zu känipfenhatten, und zugleich, ohne irgendeinen besondern Zweck, als sich zuRittern zu bilden, Heldenthaten zuverrichten, und Ruhm zu erwerben,folglich auf gutes Glück, (à I'aven-ture) in der Welt umher zogen.Und hieraus sind denn nun wieder«ine Menge anderer Folgen entstan-den. Der Ton darin hat dadurchmannichfaltiger und abwechselnderwerden können, als er es in den ei-gentlichen Heldengedichten seyn darf;und mit dieser Freyheit verträgt sichzugleich der Gebrauch des, bloß imVolksglauben gegründeten Wunder-baren sehr gut. Dieses Wunderbareselbst, die, in diesen Epopöen erschei-nenden Riesen, Feen, Zwerge, Zau-berer, Schlangen, Drachen, ». s.w. gehören zu den vornehmsten Ei-genheiten derselben, und sind, höchstwahrscheinlicher Weise, aus den ei-genthümlichen Meinungen, Sittenund Einrichtungen derjenigen Feit,und derjenigen Lander entsprungen,in welchen diese Epopöe selbst entstan-den ist; sie scheinen nichts, als Ver.starkung, oder dichterische Darstel-lung des Wirklichen, und nicht, wieWarten (in seiner Abhandlung überden Ursprung der romanhaften Dich-tung in Europa, übers. in I. I.Efchenburgs Brittischen Mus. Bd.3 >5) u. a. m. glauben, aus demOrient, wenigstens nicht erst zurZeir
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der Entstehung der ältesten Rlkterro«mane, hergebracht zu seyn. Manmuß den ersten Keim dieser Dichtun-gen nur von der Fort-und Ausbil-dung derselben unterscheiden; nurjene Einrichtungen. Sitten und Mei-nungen, und die Uebcrreste derselben,in unsern Zeiten, fest im Auge behal-ten; und dann wird es nicht erst desZeugnisses der Edda bedürfen (welche,als ein, im ute» und raten Jahr-hundert gesammeltes Produck, aller-.dings leicht in den Verdacht kommenkann, daß sie nicht den ächten Gkarr-ben der alten Nordischen Völker ent-halt, sondern daß sie aus den Dich-tereyen erst zusammen gesetzt, odergeschöpft worden ist, welche zurZeitihrer Sammlung, schon in Frank-reich und Deutschland zum TheilGang und Gebe waren) es wird,sage ich, ihres Zeugnisses nicht be-dürfen, um es sehr begreiflich zu fin-den , daß dir Nordischen und Abend-ländischen Völker ganz von selbst zujenen Vorsiellungs > und Darsiei-lungsarten haben gelangen können.Warum müßte man erst, z. B- G»Sund Magog (S. Warten, a. a. O«Bd.z. S. 26. Anm. b) gekannt ha-ben, um die, mehr als gewöhnlich,großen und starken Menschen, derenes in den Nördlichen Ländern viel-leicht mehrere, als in Asien gab, inRiesen zu verwandeln? Oder um die-jenigen, welche große, außerordent-liche Dinge verrichtet hatten, auchals körperlich außerordentlich großeMenschen darzustellen? Karl derGroße ist, bey dem so genanntenTurpin, acht Fuß hoch; und derStifter der christlichen Religion heißt,beym Ottfried, Rist, so wie der Teu-fel, beym Notker, Nìdir Risi. DerEharacter dieser Riesen selbst istgmrjaus den Sitten der EuropäischenMittelalter entlehnt. Sie sind größ-tentheils Räuber, und vorzüglichJungfernräubex. Jenes war dergrößte Theil der damahligen Burg-B 2 ' Herrn