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der Gebrauch der lateinischen Sprächeunstreitig näher, als der Gebrauchder Landessprachen, sondern zwischenden Drchtereyen von den Thaten derHelden dieser Zeit, und den Thatenund Wundern, welche den Heiligenin den lateinischen Legenden und Lab-gedichten zugeschrieben werden, fin.det sich auch eine auffallende Achn-lichkcit; und beyde athmen gleichsameinerley Geist. Allein, einmahl istuns die Quelle, aus welcher die einedieser Geschichten, die Historia Bri-tonum geflossen ist, wenigstens ausNachrichten bekannt. Ihr Verfas-ser will ein ähnliches Werk in derLandessprache vor sich gehabt ha-ben; und wenn dieses sein Originalgleich schon langst verloren gegangen,und das, was dafür ausgegebenwird, nichts als eine Uebersetzungseines Werkes selbst ist, (S. Warton,g, a. O- Bd. 3. S. 15. Änm. n) sokann doch wohl nicht, wie unter an-dern H. Sprengel in s. Geschichtevon Großbritannien, Bd. 1. S. 90«, f. meint, Gottfrieds Werk auseinem, in der Folge vorkommendenromantischen Gedicht desWistacege-zogen worden seyn; denn dieses ist,nach den eigenen Worten seines Ver-fassers, erst im I. 1153 und alsonach der Erscheinung derHistor. Bri-tonum geschrieben.^ Auch läßt essich wohl nicht läugnen, daß, sowenig wir auch mit Gewißheit wis-sen, die alten Welschen oder Walli-ser, deren Thaten in dieser Ge.schichte vorkommen, ihre Bardenhatten (S. Sprengels Gesch. vonGroßbritt. Bd. i. S. 39 °); und daß,unter andern, von Tgliessie, im6tenJahrh. Heldenlieder geschrieben wor-den sind, wovon sich noch (Überresteerhalten haben. (S. Ev. Evans Dis-sert, de Bardis, S. 6g », f. bey f,Lpecimens of ichs Poetry of theanc.^Welsh Bardes, Lond. 1764,A-) Freylich beweist dieses gegenreue Meinung nichts j die gedachten
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Heldenlieder, und der erste Stoff;»Gottfrieds Geschichte sind unstreitigfrüher da, als das Christenthum inWales cingefuhrr gewesen; alleines beweist denn doch, daß den neuernDichtereyen in den Landessprachennicht durchaus lateinische Dichte-reyen zum Grunde liegen, oder zu-vor gegangen sind. Und eben sozweifelhaft scheint es, zwcytcns,daß auch da, wo das Feudalsystem,in Verbindung mit dein Christen-thum herrschte, und mit Einführungderselben, alle Dichterey in den Lan-dessprachen hatte aufhören sollen.Um Dichter zu seyn, braucht es kei-ner eigentlichen Wissenschaft; unddie christliche Religion stimmte auchnicht allenthalben gleich so ganz dieSitten und den Ton der Seele um,daß dichterische Begeisterung unmög-lich geworden wäre. KriegerischeUnternehmungen behielten noch im-mer ihren Reiz. Und zugleich blie-ben von dem Ritterstandc selbst, eineMenge »«begüterte, sowie, aufdenDurgen und Schlössern, andre un-beschäftigte Personen genug übrig,welche solche besingen konnten. Auchbestand ja die ganze druckende Ver-fassung des Feudalsystems noch indenen Zeiten, aus welchen wir dich-terische Products in den Landesfpra-chen besitzen. Oder hätte der Geistder Dichterey durch morgenländischeWerke, welche füglich nur in dieHände der Mönche kommen konnten,wieder erweckt werden müssen? Al-lein der Roman von Alexander demGroßen, welcher, wie Warton (Eist,os Engl. Poetry, Bd. 1. ©. 132)zu glauben scheint, zum Muster derromantischen Dichtungen von denThaten der Abendländischen Rittergedient hat, kann, (wofern er auchnoch ächten morgenländischen Ur-sprunges ist) vor dem Jahre nyonicht in den Abendländern bekanntgeworden seyn, denn um diese Zeiterst wurde ex in das Lateinische über-setzt,