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Zweiter Band.
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Kämmmaschinen von Lister.

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Zugband geht dann über die Verdichtungswalze, welche ihm so viel Kon-sistenz verleiht, dass es, ohne zu zerreissen, durch einen rasch rotierendenTrichter und die Presswalzen in die Abzugskanne gelangen kann.

Ober die Leistungsfähigkeit der Listerschen Kämmmaschine lassen sichnur wenige Anhaltspunkte aufstellen, da hier die Qualitäten des Materialsausserordentlich verschieden voneinander sind, ohne dass man dieselben bestimmtbezeichnen könnte. Die tägliche Produktion beim Kämmen der Kämmlinge vonder Dressing beträgt bei 30—60 mm Faserlänge ca. 6 kg Zug und 4 kgKämmling. Bei besserem Material von 50—70 mm Länge steigt die Aus-beute bis auf 10 kg Zug.

Bei den Verbesserungen der Seidenkämmmaschinen hat man ein doppeltesZiel ins Auge gefasst: einerseits möglichst schonende Vorbereitung der Ab-gänge, andererseits die Sortierung der reinen Fasern nach ihrer Länge, wasfür die Herstellung tadelloser Florettgame eine zwingende Notwendigkeitist. Beim Dressieren liegt ein solches Mittel zum Sortieren in der Arbeits-weise der Dressingmaschine selbst, und gerade deshalb eignet sie sich vor-züglich zum Kämmen der Florettseide, so unvollkommen sie in vielen Be-ziehungen auch sein mag. Die kurzen Fasern, welche nach dem erstenDressieren in das Seidenwerg übergehen, dienen, wie früher erörtert, alsRohmaterial für das zweite Dressieren. Die kurzen Fasern, welche beimDressieren des Seidenwergs No. 1 als Kämmlingsbärte hervorgehen, bildendas Rohmaterial für das dritte Dressieren und so fort. Man erhält in dieserWeise bei entsprechender Umsicht beim Einspannen der Bärte verschiedeneZugpartien, jede folgende zwar aus kürzeren, aber annähernd gleichlangenFasern bestehend. Eine besondere Vorrichtung von Lister hat denZweck, das Sortieren entbehrlich zu machen resp. von der Kämmmaschineselbst ausführen zu lassen. An dem Umfange eines Kammringes sind vierKreiszangen angebracht; von diesen dient die erste zum Festhalten derFasern während des Kämmens, die zweite zum Hervorziehen der reinge-kämmten Faserenden um einen bestimmten, vorher festzustellenden Be-trag, die dritte und die vierte zum eigentlichen Sortieren der Zugfasern.Die Arbeitsweise ist folgende: nachdem die Bänder von den Friktionsschei-ben hervorgezogen und von einer Bürste in die Nadeln des Speisekammeseingeschlagen worden sind, gelangen sie in die erste Zange. Beim Kämmenvon sehr kurzen Fasern liegt die Nute für diese Zange an der äusserenPeripherie des Speisekammringes, bei längeren dagegen zwischen der zweitenund dritten Nadelreihe. Ein aus einzelnen Segmenten gebildeter Nacteurbefindet sich an dieser Stelle unterhalb des Speisenadelkranzes und gestattetein dichtes Heranstellen der Krempelbänder an die Zange. Sobald nun diehervorragenden Faserenden a reingekämmt sind und den Kämmapparat ver-lassen haben, treten die Segmente des Vorstechkammes auf den erhöhtenTeil einer Formscliiene, dringen von unten in den vorhängenden Faserbarta ein und führen denselben der zweiten Kreiszange zu. Die Länge der po-lierten Zangenkante ist so gewählt, dass die eingeklemmten Fasern eine