58
Bandmaschine.
eingepresst wird und auf seinem Gange nach vorn an Dichtigkeit abnimmt,während das Umgekehrte der Fall sein sollte. Am Vorderteil der Maschinesollten die kürzeren Fasern dichter als die längeren zusammengedrängtwerden, da die kürzeren Fasern einer geringeren Reibung an den Nadelnausgesetzt sind und folglich leichter fortgezogen werden können.
Die Beseitigung dieser Missstände wird im Streckwerk von Veilion *),dadurch erreicht, dass in Berücksichtigung der vorgenannten Gesichtspunkteeine Nadelausstattung gewählt ist, welche im Verhältnis zu der an deneinzelnen Stellen zu erfassenden Fasermasse mehr oder weniger dicht ist.Man erreicht hierdurch eine grössere Schonung der Fasern und zugleicheine grössere Gleichmässigkeit der Arbeit. Die Figuren zeigen den Quer-schnitt des Streckwerkes und eine Schnittdarstellung des Mechanismus zurÜberführung der Nadelstähe von der oberen zur unteren bez. unteren zuroberen Schraubenspindel. Die Nadelstäbe werden von den Leitspindeln V V 1von der hinteren nach der vorderen Seite der Streckmaschine und von denbeiden Spindeln W W l in der umgekehrten Richtung von vorn nach hintengeführt. Die charakteristische Anordnung besteht darin, dass die Leit-spindeln die Nadelstäbe nicht wie bisher in einer Sektion, sondern in meh-reren unabhängigen Sektionen antreiben, wodurch es möglich wird, dieNadelausstattung jeder einzelnen Sektion nach Mafsgahe der Lage der letz-teren verändern zu können. A stellt eine Sektion von Nadelstäben miterweiterter Nadeleinlage dar. Die Stäbe bewegen sich nach der Richtung
des eingezeichneten Pfeiles gegen den Vor-derteil des Streckwerkes mittels der SchraubeV und kommen nach A 1 mittels der Leit-schraube W an ihren Ausgangspunkt zu-rück. Ebenso laufen die Nadelstäbe derdichter mit Nadeln besetzten Sektion Bdurch Vermittelung der Schraube V nachvorn, um durch B 1 nach dem Ausgangs-punkte mittels der Schraube W wieder zu-rückzukehren. Das gleiche Bewegungsspielim Sinne der angedeuteteu Pfeile findet beiSektion C statt, deren Stäbe den gleichenNadelbesatz wie die vorerwähnten aufweisen.Die Stäbe der Gruppe D hingegen sind nichtmit Nadeln versehen, sondern dienen dazu, das zugeleitete Fasermaterialin die Nadeln der Abteilungen A und B einzudrücken, und führen imübrigen ihre Bewegungen nach den eingezeichneten Pfeilen unter demEinflüsse der Spindeln V 1 und W 1 aus. Entsprechend der bekannten Ein-richtung sind die Schrauben VV 1 W W 1 mit Nockenscheiben versehen,welche den Übergang eines Stabes von der Spindel V oder V 1 auf die
UlililfUtffiM
: .IJ_L_
LiüijuiJUUlit "
I !: 1 1 ■' i / j :jj I !) I hp J
LTi
.Uii in
Ul ill I
Kiini
• • :: : ' I I I ! ■ : ‘ ■ ■ | '|
nn'Hnn HnfifjP'i
i L.i Li ij Li ü d Li L i ü . 1 i_
1J
Fig. 58. Streckwerk von Veilion.
’) D. R.-P. 78990.