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Zweiter Band.
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Das Putzen. Sengen.

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inende Faden umschlingt zwei Sclileifstangen, dann eine eiserne Vorzieh-walze und kommt von hier auf den Putzapparat, um schliesslich durchandere zwei Schleifstangen und die Fadenführung zur Spule zu gelangen.Der Putzapparat selbst ruht auf einem zweiarmigen Hebel, der seine os-cillierende Bewegung von einem Excenter erhält. Die doppelkonisch ge-formten Röllchen (8—10 Stück) sind leicht drehbar gelagert, und wirdder Faden je nach seiner Beschaffenheit über einzelne oder alle Röllchengeschlungen. Auf diese Röllchen winden sich beim Betrieb die Unreinig-keiten, Knoten etc. auf. Oft lässt man auch die zuletzt erwähnten Schleif-stangen, sowie eine der Nachzieh walzen weg, ebenso kann die Putzvorrich-tung noch mehr vereinfacht werden, indem der Faden statt der Vorzieh-walze einfach einen Haken und dann den Putzer passiert, um dann direktzur Spule zu gelangen; das Vor- und Nachziehen wird hier der Spule über-lassen. Die für feinere Garne bestimmten Apparate sind von weniger in-tensiver Wirkung; einige besitzen eine hin und her gehende Bewegung,die anderen sind unbeweglich. Der Wirkungseffekt der Putzapparate lässtsich durch Veränderung ihrer Geschwindigkeit regeln; die Anzahl der Oscil-lationen beträgt gewöhnlich 100 pro Minute, ihre verstellbare Amplitude80—100 mm. Bei der Wirkungsweise dieser Apparate kommt jeder Punktdes Fadens der Schnelligkeit des letzteren und des Putzers und der Anzahlder Röllchen entsprechend mehreremal zur Behandlung. Die Bourrette-putzer haben eine intensivere Wirkung als die Florrettputzer, beanspruchenaber grössere Fadenstärke. Der Durchmesser der Putzröllchen ändert sichje nach der Beschaffenheit des Bourrettefadens. In der Florettputzer eiwerden für schwächere und feinere Garne Rollen von grösserem Durchmesser(15—20 mm), in der Bourretteputzerei aber solche von geringerem Durch-messer (4—5 mm) verwendet, weil der Widerstand oder die Spannung, diedurch das Hinwegziehen des Fadens über die Rollen entsteht, wie dies ausden Gesetzen der Friktion zur Genüge bekannt ist, in umgekehrtem Ver-hältnis zu dem Rollendurchmesser steht. Die Leistung einer Putzmaschinerichtet sich nach der Nummer und der Eigenschaft des zu putzenden Garnes.Durchschnittlich beträgt dieselbe in 11 Arbeitsstunden 7—8 kg für No. 50{bei 60 Fäden).

Die letzte mit dem Garne vorzunehmende Operation ist das Abbrennenoder Sengen, durch das der Flaum entfernt wird, der noch den vollenGlanz des Garnes beeinträchtigt. Den Sengeapparat mit der Putzmaschinezu verbinden, wie dies manchmal bei dem Florett stattfindet, ist hier un-möglich, weil die geringe Durchgangsgeschwindigkeit des Bourrettegarnesdas Verbrennen des Fadens selbst im Gefolge haben könnte. Früher wurdedie Senge mit Weingeist, Olgas oder Wassergas (das man durch Zersetzungvon Wasser durch glühenden Coaks erhält) gespeist; gegenwärtig wird aus-schliesslich Leuchtgas verwendet. Eine frühere und auch jetzt noch ge-bräuchliche Art der Bourrettesenge ist die folgende: Von der Spule gelangt