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Verfahren von Du Vivier.
minderung seiner Verbrennlichkeit durch ein Bad aus 10% Ammoniak undgleich darauf durch eine Lösung schwefelsaurer Thonerde, wobei in denPoren des Fadens Thonerdehydroxyd niedergeschlagen wird. Schliesslichdurchläuft der Faden ein dreiprozentiges Albuminbad, das ihm Glanz undGlätte verleiht, wodurch die spätere Handhabung beim Spulen, Zwirnen u.s. w. erleichtert wird.
Um an Stelle eines matten einen glänzenden Faden zu erzeugen, lässtman Guttapercha, Fischleim und Glycerin fort und stellt die Fadenmasselediglich aus 360 g Schiessbaumwolle, 6 1 Eisessig und 90 g Rizinus-Pastor-) Öl dar. Der daraus erhaltene Faden wird mit Albumin „animali-siert“ und durch eine Lösung von 3°/ 00 Karbolsäure koaguliert. Oder derFaden durchläuft succesive drei Bäder, nämlich:
öprozentiges Natriumbisulfit '
0,3 ,, Albumin und
0,3 prozentige Karbolsäurelösuug.
Das Natriumbisulfit soll auf die Faser eine bleichende Wirkung ausüben.
Der Spiunapparat von Vivier ist folgendermafsen eingerichtet: EinReservoir enthält die Mischung, die unter Wasser oder einer anderen ko-agulierenden Flüssigkeit durch eine feine Öffnung des Spiunkanals ausläuftund mit Hilfe von Führern und Rollen durch verschiedene Bäder successivegeleitet wird. Alsdann wird der Faden auf eine Trommel regelmässig auf-gewickelt, wobei er durch ein Führauge sanft gestreift und geglättet wird.Nach dem Trocknen der Trommel überführt man den Faden auf die Bo-bine. Das Zwirnen der Vivierseide wird auf einer speziellen Mühle voll-zogen; die Fäden der Bobinen, die sich gleichzeitig mit ihrer Drehung umeine gemeinsame Achse gleichmässig abwickeln, zwirnen sich zu einem Fadenzusammen und werden von dem Führauge nach der Haspel geführt. DieSpulwellen sind hohl, um an einer bestimmten Stelle nötigenfalls denStrahl einer anderen, wahrscheinlich zur Verklebung einzelner Fädchendienenden Flüssigkeit auf den sich bildenden Zwirnfaden schleudern zukönnen.
Es hat sich herausgestellt, dass, wenn man die Cellulose behufs Blei-chens vor der Nitrierung mit Chlor oder Alkalien behandelt, dieselbe ver-schlechtert wird und man kein zähes Pyroxylin erhält. Dagegen empfiehltes sich, das fertige Pyroxylin zu reinigen, und zwar auf folgende Weise’)•Das Pyroxylin wird in einer grossen Menge Wasser, welches ungefähr 1 / 10seines Gewichtes Chlorkalk enthält, bearbeitet. Man setzt dann mit Sal-petersäure oder einer anderen Säure versetztes Wasser hinzu, bis der Chlor-kalk sich aufgelöst hat, worauf man das Pyroxylin wäscht, schleudert undtrocknet.
') D. R.-P. 56655 (Chardonnet).