Eigenschaften der Kollodiumseiden.
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Zahl der
Fasern imj Faden
S
u CO
0) t-
rts
* co>
den.
g Durchmesser
3 der Faser
Festigkeit
des Fadens
Elastizität
0/
/o
Festigkeit
der einzelnen
Faser
Echte Seide (B. mori) . .
5
7
0,030
34,1
17,2
6,8
Wilde Seide (A. Pernyi)
10
22
0,050
84
18
8,4
Chardonnetseide ....
6
96
0,070
82
11,6
13,6
Vivierseide.
4
122
0,080
117,3
9,6
29,3
Es muss indessen hervorgehoben werden, dass die angegebenen Festig-keits- und Elastizitätszahlen nicht als absoluter Anhaltspunkt für den rela-tiven Vergleich dieser Seiden untereinander dienen können, da sie sich aufverschiedene Durchmesser beziehen, die letzteren aber bei der Berechnung derKoeffizienten herangezogen werden müssen. Das einzig rationelle Verfahren,um alle Seiden vergleichen zu können, wäre, die Festigkeits- und Elastizitäts-zahlen auf die Querschnittsflächeneinheit zu normieren, was jedoch infolgedes nicht ganz regelmässigen und nicht konstanten Querschnitts bei dennatürlichen und künstlichen Seiden nicht mit der erforderlichen Genauig-keit thunlich ist. Es empfiehlt sich infolgedessen, die Zahlen wenigstensauf einen gemeinsamen Titer (z. B. 10 den.) zurückzuführen. In diesemFalle ergeben sich die Festigkeitszahlen folgendermaßen:
Echte Seide .... 38
Tussali.48
Chardonnetseide ... 17
Vi vierseide.9
Erst aus diesen Werten tritt die grosse Überlegenheit der natürlichenGespinste den künstlichen gegenüber mit genügender Schärfe hervor, ob-wohl auch hier die Zahlen nicht als absolut genau gelten können, wie mangleich bei der Betrachtung der physikalischen Struktur der Kollodiumseidenersehen wird. Durch Versuche wurde festgestellt, dass Festigkeit und Elasti-zität der letzteren auf die ganze Länge der Fäden hin bei weitem nicht soregelmässig und gleichförmig sind, wie bei der natürlichen Seide. DieChardonnetfaser ist grösseren Schwankungen der Elastizität unterworfen,als die Vivierseide, welche ihrerseits in dieser Beziehung wieder weit hinterder echten steht. Das Umgekehrte findet bei der Festigkeit statt, indemihre Koeffizienten bei der Vivierseide ungleiclimässiger sind, als bei dervon Chardonnet . Die echte Seide ist in dieser Beziehung die vollkom-menste und kann somit als ein in idealer Weise gesponnenes Naturproduktangesehen werden. Der Chardonnetseide reiht sich, was die Grenzwerteanbelangt, die wilde Seide an. In Bezug auf Gleichmässigkeit der Festig-keitszahlen steht die letztere aber der Vivierseide nach. Die Festigkeit