Eigenschaften der Kollodiumseiden.
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Faden vier bis acht, mitunter zehn wahrzunehmen sind, ist so gross, dasses schwer hält, zwei annähernd gleich aussehende Fasern aufzufinden. DieStreifen der Chardonnetseide, die sich bei genauer Beobachtung als Fur-chen erweisen, sind auch nicht etwa, wie bei der wilden Seide, auf diemorphologische Beschaffenheit (einzelne Fibrillen und Luftkauäle der letz-teren) zurückzuführen, sondern rühren von den oberflächlichen, buchten-artigen Vertiefungen her, die sich sehr gut an den äusserst unregelmässigen
Flg. 114—116. Mikrnsk Querschnitte der künstlichen und echten Seiden: A. Seide von Vivler, a. gestreifterDoppelfaden, b. glatter Doppelfaden, o. liinzelfaden; B. Seide von Chardonnet ; C. wilde Seide, c. mitKanadabalsam imprägniert, d, gewöhnlich; D. Maulbeerseide, a. entbasteter Faden, b. isolierte Faser
(brln).
Querschnitten beobachten lassen. Bei mikroskopischer Beobachtung erscheinendiese Furchen als dunkle Linien oder Leisten, die an Drehungsstellen oftvon einer Seite zur anderen laufen und den Eindruck selbständiger Fädenmachen. Ans dem Querschnitt wird jedoch ersichtlich, dass diese Täuschungdadurch zu staude kommt, dass die Leisten verbogen sind und sich infolge-dessen faserartig abheben. Die Ränder der Fäden erscheinen breit unddeutlich doppelt konturiert, so dass die Faser den Eindruck einer faltigenRöhre macht. In der That sieht man an einzelnen Stellen kurze, spitzeLuftkanäle auftreten, welche meist nur vereinzelt, höchstens aber zu zweien
Silbermann, Die Seide. II. ja