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Verseidungsverfahren.
Jacobschen Verfahrens ')■ Das Kollodium wird in einer Flüssigkeit gelöst,die durch Abdestillieren eines Gemisches von Holzgeist (90°) mit 10 g i?-salz(ß-naphtoldisulfonsaures Natron) pro 1 gewonnen wird. Das rückständigeGemisch verwendet man zur Imprägnierung der Gespinste. Die Kollodium-lösung kann mit Anilinfarbstoffen in beliebiger Nuance gefärbt werden. DieFäden passieren in der Zahl von 50 die Imprägnierflüssigkeit und danneinen Trockenkasten. Hierauf gelangen sie in die Kollodiumlösung, undzwar zuerst in flüssige, alsdann in halbfeste. In der letzteren wird ihnender Überzug gegeben. In geheizten Appreturbüchsen werden sie getrocknetund endlich mit Druck geglättet oder poliert.
Ferner ist ein Gemisch von 7—10 T. Pyroxylin, 80 T. Alkoholäther und7—10 T. Rizinusöl zum Imprägnieren von Baumwoll- und Leinenstoffenbehufs Verleihung eines seidenartigen Glanzes empfohlen worden.
Ein Verfahren, das mehr die Absicht verfolgt, die Baumwolle u. dergl.zu „animalisieren“, d. h. ihr mehr die Eigenschaften der tierischen Gespinst-faser, als das Aussehen und den Griff der Seide zu verleihen, hat Gros-senaud erfunden. Er behandelt die Baumwolle einige Stunden mit Bast-seife oder mit den Haspelbecken entnommenem Wasser, also in beiden Fällenmit Lösungen des Bastes (Sericins). Die Baumwolle soll durch diese Be-handlung ein der Seide ähnliches Färbungsvermögen erhalten. Dass, neben-bei bemerkt, die Bastseife, den Färbebädern für Baumwolle zugesetzt, aufdie Weichheit und Geschmeidigkeit der Garne von gutem Einfluss ist, dürftejedem Baumwollfärber, der Bastseife zu seiner Verfügung hat und verwendet,bekannt sein.