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Das spezifische Gewicht der Seide.
Zustand der FaserEntbastet
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Spez. Gew.1,0230,8851,125
Aus diesen Zahlen geht hervor, dass die entbastete Seide ein weit ge-ringeres spezifisches Gewicht besitzt, als die rohe Faser; das Umgekehrte findetbei der wilden Seide statt. Das spezifische Gewicht des Seidenbastes, des Seri-cins, lässt sich auf indirektem Wege folgendermafsen bestimmen: Die Japan-seide, welche beim Abkochen ca. 16,8°/ 0 verliert, hat in rohem Zustandedas spezifische Gewicht von 1,152, in entbastetem 1,023; nennt man x dasgesuchte spezifische Gewicht des Bastes, so ist x . 16,8 -|- 1,023.83,2 =1,152.100 und x = 1,79.
Das spezifische Gewicht der entbasteteu Seide fällt im Vergleich zu demnach gewöhnlichen Methoden bestimmten (gewöhnlich von 1,35—1,37) nachder Methode von Vignon sehr gering aus, was derselbe folgendermafsenerklärt: Bei der Bestimmung nach der Methode der hydrostatischen Wageist das Wasser in die Zwischenräume der Faser, die man in jedem sichtränkenden Körper annehmen muss und als Poren bezeichnet, eingedrungenund hat die Resultate beeinflusst. Da das Quecksilber weder netzt nochtränkt, so gewährt die obige Methode einen gewissen Einblick in die mor-phologische Beschaffenheit der Seidenfaser. Thatsächlich beträgt das spezi-fische Gewicht, nach der Quecksilbermethode bestimmt, z. B. 0,887, nach derMethode der hydrostatischen Wägung 1,358. Nimmt man nun an, dasserstere Zahl auf ein so niedriges Niveau durch die (luftleeren?) Poren herab-gedrückt werde, so lässt sich die Menge dieser Poren auch gewissermafsenquantitativ bestimmen. Nennt man d und d' die Dichten der Seide imWasser und im Quecksilber, v das Volumen ohne Poren und v das gesamteVolumen einer Seide vom Gewicht^», so hat man p — vd und p = vd\
, , v
woraus v : v = d : d. Das Verhältnis — kann als Ausdruck der Porosität
v
der Seidenfaser angenommen werden; sein Wert ist im obigen Fall gleich0,887 : 1,357 = 0,65, mit anderen Worten ausgedrückt, diese Seide enthält65% kompakte Seideusubstanz und 35% luftleere Poren. Der hohe Prozent-satz darf hier nicht überraschen, da mau weiss, welches Absorptionsvermögendie Seide sowohl für Gase, wie für Flüssigkeiten besitzt.
Ausser dieser speziellen Anwendung hat die Quecksilbermethode für dieabsolute Dichtebestimmung in der Praxis keine Bedeutung; dagegen ist sieda von Wichtigkeit, wo es sich darum handelt, die Veränderungen des spe-zifischen Gewichtes in den verschiedenen Stadien der Verarbeitung der Seidemit absoluter Genauigkeit zu verfolgen.
Weit bequemer ist die ebenfalls von Vignon vorgeschlageue Anwen-dung von chemisch reinem Benzol als Immersionsflüssigkeit für die hydro-statische Wage. Das Benzol eignet sich speziell aus dem Grunde, weil es