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Zweiter Band.
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Diaminfarben.

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Diaminblau 3 B in verschiedenen Prozentsätzen und Entwicklerkombinationenverwendet. Diaminschwarz BII (5%) unter Zusatz von 10°/ 0 Essigsäuregefärbt und mit ß-Naphtol entwickelt, liefert dunkles Marineblau. Einenrötlicheren, dunkleren Ton ergiebt Diaminschwarz BO (5%) mit Essigsäuregefärbt und nach dem Diazotiereu durch schwache Sodalösung durchgenom-men; eine lichtere und klarere Nuance wird mit demselben Prozentsatzdurch Entwickeln mit Naphtylaminäther erhalten, eine etwas dunklere undlebhaftere, weniger rötliche — durch Ivopulierung mit Blauentwickler AN.Helles Marineblau erhält man aus Diaminblau 3 B (5°/ 0 ), das mit 10°/ oEssigsäure gefärbt und nach dem Diazotieren durch ein schwaches Sodabadgeführt wird. Eine blaue Nuance ohne Rotstich erzielt man mit Diamiu-reinblau unter Zusatz von 10% Essigsäure und Durchnahme durch einschwaches Sodabad. In analoger Weise wie die Diaminfarbstoffe behandelt,liefern Diazoblau und Diazurin dunkelblaue, walkechte Färbungen.

Violette Nuancen können durch Kombinieren von Primulin mit Diamin-blau, Diaminschwarz oder Diaminreinblau und Entwickeln mit ß-Naphtolerzielt werden. Für etwas trübere Töne nimmt man Diaminkatechu undDiaminblau 2 B (gefärbt unter Zusatz von 20% essigsaurem Ammoniak)und führt die diazotierte Ware durch ein schwaches Sodabad. Das Mi-schungsverhältnis hierbei ist 1% Diaminkatechu und 3% Diaminblau; beianderen Mischungsverhältnissen, z. B. 2:1, erhält man ins Graue nuancierteFleischfarben.

Braune Farben lassen sich unter Zugrundelegung von Diaminkatechuerzielen; braunrote werden durch ein Gemisch von Primulin (15%) mitDiaminkatechu (1,5%) unter Zusatz von 20% essigsaurem Ammoniak ge-färbt und mit ß-Naphtol entwickelt, klarere und rötere Bordeaux mit ent-sprechend geändertem Mischungsverhältnis. Das Diazobraun wird nach demDiazotieren durch Soda passiert und mit dem Entwickler H kopuliert.

Grün wird durch Kombinieren von Primulin mit Diaminreinblau unterZusatz von 10% Essigsäure gefärbt und nach dem Diazotieren durch eineschwache Sodalösung passiert; durch entsprechende Änderung des Mischungs-verhältnisses beider Farbstoffe lassen sich verschiedene Nuancen und Ab-stufungen erzielen; 10% Primulin und 6% Diaminreinblau liefern sattesRussischgrün, 10% Gelb und 3% Blau ein mittleres Moosgrün und 5%Gelb mit 1% Blau ein Maigrün.

Schwarz kann mit verschiedenen Diamiuschwarzmarken und Entwicklernerzielt werden, wobei die bekannten, in der Baumwollfärberei üblichen Nu-ancierungsregeln gelten. Das Diaminblau 2 B (5%) liefert, allein mit 5%Essigsäure gefärbt und mit a-Naphtol entwickelt, ein ins Grünliche spielen-des Schwarzgrau, das Diaminschwarz Bll (15%) mit 10% Essigsäure ge-färbt und mit 6 Teilen ß-Naphtol und 2 Teilen Resorcin kopuliert, einSchwarz mit violetter Übersicht. Durch Erhöhung des Resorcinquantumsoder durch Kombinieren mit einer Spur von Diamingrüu lässt sich Tief-schwarz erzielen. Das Diazoblauschwarz wird mit Diamin oder Resorcin