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Zweiter Band.
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Das Trockenfärben.

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stoffen der Paraffin- (Methan-) und Olefin- (Äthylen-) reihen, welche auchals Petroleumäther, Ligroin etc. bekannt sind, sondern das handelsüblicheGemisch der Theerdestillate, des eigentlichen Benzols mit seinen HomologenToluol, Xylol etc. Dieses Handelsbenzol ist von angenehmem aromatischemGeruch und leicht flüchtig. Nach dem Verfahren von Holliday 1 ) ver-wendet man eine Lösung des Farbstoffs in Olivenöl oder Fettsäure, ambesten Oleinsäure, welche mit Schwefelkohlenstoff, Benzol oder anderenleicht flüchtigen Kohlenwasserstoffen verdünnt wird. Nach dem Ausfärbenin diesem Bade lüftet man das Gewebe, um das Verdampfen des Lösungs-mittels zu beschleunigen; dann dämpft man es und entfernt das überschüs-sige Öl durch Waschen mit Schwefelkohlenstoff, Benzol etc. Nach aber-maligem Lüften wird wieder gedämpft und das Färben nötigenfalls wieder-holt. Um echtere Färbungen herzustellen, ersetzt man die Fettlacke durchHarzlacke. Man verkocht Kolophonium mit Alkali (500 g Kolophonium,150 g Krystallsoda und 50 g Ätznatron in 3 1 Wasser) bis zur vollstän-digen Verseifung, setzt dieser Harzseife die Farblösung (etwa 30 g Anilin-farbstofif in 2 1 Wasser gelöst) hinzu und trennt die Harzfarbe mittelst einerAlaunlösung (100 g Alaun, 0,5 1 Wasser) von der Flüssigkeit. Die aus-gefällte Farbmasse wird dann in Benzol gelöst und in üblicher Weise ver-wendet. Petitdidier 2 ) löst einerseits Gummi, Wachs und Walrat inBenzol, andererseits den Farbstoff in Alkohol auf und verwendet das Ge-misch beider Flüssigkeiten; das gefärbte Gewebe wird gedämpft und mitBenzol gewaschen. Man kann den Farbstoflflack auch in Benzol, Äther,Schwefelkohlenstoff auflösen und nachträglich mit Gummi und Stearin ver-setzen 3 ). Manche Farbstoffe, welche alkohollöslich sind, lassen sich in dieserLösung direkt dem Benzolbade zusetzen, ohne als Niederschlag abgeschiedenzu werden, und können in diesem äusserst fein suspendierten Zustande ver-wendet werden. Für alle Arten des Trockenfärbens müssen die Seiden-gewebe, natürlich ebenfalls auf trockenem Wege, äusserst sorgfältig gereinigtwerden; von Vorteil ist es dabei, dem letzten Reinigungsbade eine geringeMenge Öl oder Olein (5—10 g pro 1) zuzufügen. Das Färbebad selbstmuss ebenfalls einen geringen Überschuss von Fett enthalten; man setztihm gewöhnlich 2—5 g Öl pro 1 zu. Da die Farbebäder nicht ausziehen,so werden sie kontinuierlich verwendet.

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Bei der wilden Seide kommen zwei Eigenschaften in Betracht, durchdie sie sich von der echten unterscheidet, und die auch beim Färben einewichtige Rolle spielen. Es ist erstens die geringere Affinität der Tussah für

') Engl. Patent 2668 (1883). — a ) Franz. Patent 107 146 (1875). -- 8 ) Engl . Pa-tent 1094 (1875).