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Zweiter Band.
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Wollseidenfärberei. Schwarz.

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einem, höchstens zwei leicht egalisierenden sauren Farbstoffen auf dieNuance gefärbt.

Es wäre schliesslich noch der Färbemethode mit substantiven Baum-wollfarbstoffen zu gedenken, die namentlich in den Fällen herangezogenwird, wo Nuancen von einiger Wasch- und Alkaliechtheit hergestellt werdensollen. Von diesen Farben werden die Hessischfarbstoffe, Mikadofarben,Diaminfarben, Sulfonazurin und Chrysophenin in neutralem oder schwach-saurem, die Benzo- und Kongofarbstoffe dagegen in schwachalkalischemBade aus Soda und Seife oder phosphorsaurem Natron verwendet, wobeiman zum Schluss etwas Glaubersalz hinzufügt, um die Wolle etwas tieferanzufärben. Da die substautiven Farben nicht immer genügende Tiefe undFrische des Farbtons zeigen, so ist es angebracht, sie in demselben Bademit basischen oder unter Umständen mit sauren Farbstoffen zu kombinieren,was sich ohne Schwierigkeiten bewerkstelligen lässt.

Eine der mm "barsten Farben ist das Schwarz. Ausser dem bereits er-wähnten Naphtylaminschwarz unter Zusatz von Säuregrün, lassen sich alleanderen sauren Farbstoffe, wie Naphtolschwarz, Brillantschwarz, Victoria-schwarz u. s. w. verwenden, die jedoch die Seide schwächer anzufärbenpflegen, weil die Fixiernngstemperatur der meisten nahe bei 100° liegt. Amstärksten in Gebrauch sind Victoriaschwarz, Brillautschwarz und Naphtylamin-schwarz; für Kohlschwarz wird Victoriaschwarz 6?, für grünliche Töne 5 Gund für Blauschwarz Victoriaschwarzblau benutzt; das Färben kann hier imGegensatz zu den anderen künstlichen Schwarz auch in Kupfergefässen er-folgen. Während die Färbungen mit Victoriaschwarz nicht nur waschecht,sondern auch walkecht sind, erweist sich die Marke Neuvictoriaschwarz alsnicht wasserecht. In den meisten Fällen verfährt man in der Weise, dassman die Wolle mit Victoriaschwarz, Naphtolschwarz, Anthracitschwarz etc.unter Zusatz von Weinsteinpräparat kochend eine Stunde ausfärbt und nachdem Spülen die Seide im frischen schwachsauren Bade mit Naphtylamin-schwarz nachdunkelt. Mit Brillantschwarz gestaltet sich das Verfahrenfolgendermafsen. Man Färbt mit Brillantschwarz B — das man nach Be-dürfnis durch Zusatz von l°/ 0 Lichtgrün SF bläulich, Tartrazin oder Azo-flavin tiefschwarz nuanciert — die Ware vor, indem man der Farbflottezunächst nur 10°/ 0 Weinsteinpräparat zusetzt, kalt eingeht und im Verlaufevon ca. i l 2 Stunde zum Kochen treibt; dasselbe wird ca. 1 j i Stunde unterhal-ten, dann nochmals 10°/ 0 Weinsteinpräparat beigefügt, eine weitere 1 / 2 Stundekochend gefärbt und gründlich gespült. Alsdann läuft die Ware 1 Stundedurch Chromchlorid 20° Be, worauf sie wieder gespült und durch Aufsatzvon 2% Blauholzextrakt fest und 0,5% Gelbholzextrakt fest unter 1 % stän-digem Kochen fertig gestellt wird. Folgendes Verfahren ist noch in einigenGegenden im Gebrauch, da es sehr schönes und sattes, wenn auch nichtsehr echtes Schwarz ergiebt. Man beizt die Stücke mit basisch schwefel-saurem Eisen und färbt sie mit Naphtolschwarz aus, wonach nochmals durchdie Beize passiert wird. Nach dem Waschen giebt man ein leichtes Bad