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Zweiter Band.
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Die Schwarzbeize.

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vitriol oder Kaliumchlorat beschleunigen, allerdings auf Kosten der Wasch-und Reibechtheit der erzielten Farben. Schliesslich möge noch bemerktwerden, dass das Ferriacetat, ebenso wie die Eisenoxydsalze anderer orga-nischer Säuren, die Eigenschaft besitzt, unter der Einwirkung von Licht-strahlen einer Reduktion zu einem Eisenoxydulsalz anheimzufallen. Es istdaher der Zutritt eines allzu grellen Lichtes in die Räume, wo die schwarz-gebeizte Seide oxydiert wird, möglichst zu vermeiden. Bei häufiger Be-nutzung der Schwarzbeize empfiehlt es sich, um die im Bade suspendiertenPartikelcben des zersetzten Eisens und die von der Faser abgelösten Eisen-gerbstofflacke auszuscheiden, jeden Abend die Beize aufkochen zu lassen undden sich auf der Oberfläche sammelnden Schaum zu entfernen.

Das holzsaure Eisen ist in seiner Auwendungsart von der Rostbeizegänzlich verschieden; während die letztere grosse Affinität für die Seiden-faser besitzt und daher stets in erster Linie als Grund für weitere Opera-tionen aufgesetzt wird, besitzt die Schwarzbeize eine solche Affinität nicht,und kann somit von der Seide nicht dissociiert und in Form von basischenSalzen fixiert werden. Die Faser wird hier mit der Flüssigkeit getränkt,deren Funktionen einigermafsen mit denen einer Küpe verglichen werdenkönnen; und erst beim nachträglichen Aussetzen der Lufteinwirkung, beimHängen, geht eine Verbindung des Eisens mit der Faser insofern vor sich,als sich das entstehende Oxydationsprodukt, das basische Oxyduloxydsalzunter teilweiser Verflüchtigung der Essigsäure, ähnlich wie dies beim Hängender mit Acetaten gebeizten Baumwolle stattfindet, unlöslich auf der Faserniederschlägt; denn die dem neutralen Oxydulsalz entsprechende Menge derEssigsäure reicht bei den höheren Oxydationsstufen nur zur Bildung unlös-licher basischer Salze. Die Oxydation des holzsauren Eisens beim Hängengeht infolge der Gegenwart von schützenden Phenolen regelmässig und nurschrittweise vor sich, so dass das entstehende unlösliche basische Eisen-oxyduloxydacetat sich im Mafse seiner Bildung mit der Faser resp. demGerbstoff höchst innig verbinden kann. Dem oben Gesagten gemäss wirddie Schwarzbeize nie als Grund, sondern stets im Laufe der Verarbeitungangewendet und zwar meist als Übersetzung der Gerbstoffe. Der Zweckeiner solchen Behandlung ist, einerseits den schwarzen Eisengerbstofflack zubilden, andererseits aber die sehr innige Verbindung der Seide mit Gerb-stoff einigermafsen zu lockern und die Seide zur Aufnahme frischer Gerb-stoffmengen zu befähigen, indem sich das Eisen der Gerbsäure gänzlich zubemächtigen sucht. Die Bildung dieses Eisengerbstofflackes kommt ebenfallsnicht im Schwarzbeizbade, sondern erst beim nachträglichen Hängen zu stände.Die Anwesenheit von Gerbstoff kommt hier um so mehr zu statten, als derOxydationsprozess und die Fixierung des Eisens die reine Faser allein unterUmständen angreifen würde.

Das Blaumachen ist eine um das Jahr 1832 in die Schwarzfärberei ein-geführte Operation, die in mancher Hinsicht als sehr rationell bezeichnetwerden muss. Sie besteht darin, das auf der Faser fixierte Eisenoxyd in